„Stellenabbau wäre Unverschämtheit“

17.05.19
NRWNRW, Wirtschaft, Ruhrgebiet 

 

Von DIE LINKE. Duisburg

LINKE will Vergesellschaftung gegen Arbeitsplatzabbau.

„Stahl ist ein Werkstoff, der auch in Zukunft gebraucht wird. Mit der angekündigten CO2-neutralen Produktion ist die Produktion in Duisburg auch zukunftsfähig: ökonomisch und ökologisch“, so Lukas Hirtz, Sprecher DIE LINKE. Duisburg „Es ist eine Unverschämtheit, wenn Manager, die sich jedes Jahr Millionen-Boni einstecken, Menschen auf die Straße setzen wollen. Es sind die einfachen Kollegen in den Werken, die die Gewinne und Boni erwirtschaftet haben. Manager Hiesinger, der Thyssen-Krupp in die schwierige Lage manövriert hat, steckte 2017 noch 7,2 Millionen € Boni ein. Mit dem Halbjahresbericht von TKS wurde klar, dass wieder Gewinn erwirtschaftet wurde. Deshalb wäre der Stellenabbau unsozial und unverschämt. Das zeigt deutlich, dass die Renditefixierung und der freie Markt im Bereich Stahl massive Flurschäden anrichten.“

Obwohl Thyssen-Krupp im letzten Quartal einen Gewinn von 36 Millionen Euro erwirtschaftet hat, sollen rund 6000 Stellen abgebaut werden. Als Grund wird hierbei die geplatzte Fusion mit Tata-Fusion genannt.

„Mit der Fusion wären der Abbau von Stellen und vor Allem der Arbeitnehmerrechte verbunden gewesen. Gut, dass die vom Tisch ist. Jetzt sollte die Chance genutzt werden, um die Stahlproduktion nachhaltig zu gestalten“, ergänzt Nese Kartal, Sprecherin DIE LINKE. Duisburg „Wir sollten die NRW-Verfassung endlich umsetzen: Die Grundstoffindustrie – und dazu gehört der Stahl – soll in Gemeingut überführt werden. Und es gibt gute Vorbilder: die Salzgitter AG oder der Stahl im Saarland. Dort gehört die Stahlindustrie einer Stiftung, die nicht Profitorientiert ist. Deswegen gibt es dort modernste Technik statt Massenentlastungen. Das wäre auch ein Modell für Thyssen-Krupp.“







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