DGB: Hohes Entlassungsrisiko Beschäftigter in der Stadt Krefeld

16.05.13
NRWNRW, Wirtschaft, News 

 

Von DGB Krefeld

7.709 Menschen haben in 2012 in der Krefeld ihren Job verloren und sind arbeitslos geworden. Die sozialversicherte Beschäftigung hingegen ist noch gestiegen um 0,5 Prozent auf rd. 84.139 im Herbst letzten Jahres. Dieser Beschäftigungsanstieg hat das Entlassungsrisiko der Beschäftigten aber nicht grundlegend ändern können. Gemessen am Beschäftigungsstand in der Region sind immerhin 9,1 Prozent der regulär Beschäftigten im Laufe des vergangenen Jahres arbeitslos geworden. Trotz der Arbeitgeberklagen über Fachkräftemangel ist in vielen Betrieben Heuern und Feuern immer noch an der Tagesordnung.

Deutlich unterdurchschnittlich ist das Risiko der Arbeitslosigkeit für Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe; hier haben im Laufe des vergangenen Jahres rd. 677 Menschen bzw. 3 Prozent der sozialversichert Beschäftigten den Job verloren. Im Baugewerbe mussten sich 511 von 3.329 (-15,3%) arbeitslos melden. Doch dieser Wirtschaftszweig ist deutlich kleiner als das Verarbeitende Gewerbe.

Überraschenderweise ist das Entlassungsrisiko im Gastgewerbe noch deutlich höher als auf dem Bau. 381 sozialversichert Beschäftigte wurden im Gastgewerbe von 1.677 arbeitslos. Im Schnitt wurden damit im Gastgewerbe der Stadt Krefeld 22,7 % der Beschäftigten im Laufe des Jahres arbeitslos. Dies zeigt, in welch starkem Maße in diese Branche eingestellt und entlassen wird.

Besonders schlecht ist nach DGB-Berechnungen die Situation im Verleihgewerbe. „In keiner anderen Branche sind absolut wie anteilig mehr Beschäftigte in Krefeld arbeitslos geworden. Absolut haben in Krefeld 1.361 Leiharbeitskräfte den Job verloren, bei insgesamt 2.469 Beschäftigten im Verleihgewerbe. Über 55 Prozent der Leiharbeitskräfte wurden im Verleihgewerbe der Stadt Krefeld über Arbeitslosigkeit ausgetauscht. Im Verleihgewerbe ist das Entlassungsrisiko also deutlich höher wie in den anderen Branchen. Dies zeigt, in welch starkem Maße personalpolitische Risiken der Verleiher auf die Leiharbeitskräfte und die sozialen Sicherungssysteme verlagert werden“, so Ralf Köpke, DGB- Stadtverbandsvorsitzender Krefeld.







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