Krefeld kämpft für Nirosta


Bild: DGB Krefeld

23.01.12
NRWNRW, Wirtschaft, Arbeiterbewegung 

 

Auftakt zu Protesten gegen Verkaufsabsichten des Konzerns

Von DGB Krefeld

Zur heutigen Protestkundgebung bei Thyssen-Krupp-Nirosta erklärt Ralf Köpke, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Krefeld für die Gewerkschaften:

"Die Ankündigung des Thyssen-Krupp-Konzerns die Edelstahlsparte nun doch möglicherweise an den finnischen Konzern Outokumpu zu veräußern, weckt die schlimmsten Befürchtungen bei den beschäftigten auch in Krefeld. Wir werden mit aller Vehemenz darauf pochen, dass der abgeschlossene Vertrag zwischen dem Thyssen-Krupp-Konzern, dem Betriebsrat und der Industriegewerkschaft Metall eingehalten wird. Hier wurde vereinbart, dass auch nach einem Verkauf die Standorte und die Beschäftigungsverhältnisse gesichert sein müssen. Ohne diese Zusage von Thyssen-Krupp wird es in den kommenden Tagen einem heißen Tanz geben, dann wird in Stahldorf und Krefeld nicht nur Stahl gekocht, dann kocht die ganze Stadt."

Die heutige Protestkundgebung in Krefeld ist nach Überzeugung der Gewerkschaften erst der Auftakt, sollten Verabredungen einfach ignoriert werden. Der DGB und die Gewerkschaften fordern jeden potentiellen neuen Eigentümer auf sichere Standorte und Arbeitsplätze zu garantieren. Kündigungen müssen, so wie vertraglich mit Thyssen-Krupp vereinbart, ausgeschlossen und Investitionen gesichert sein.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat heute bei seiner Rede am Werkstor die volle Solidarität der Stadt mit den Beschäftigten erklärt, ebenso Landesarbeitsminister Guntram Schneider für das Land NRW.

"Nun müssen wir gemeinsam in Krefeld ein Bündnis aller politischen Parteien, aller Verbände und Institutionen und letztlich der Bevölkerung schließen um zu dokumentieren, wir in Krefeld stehen zum Stahl, zur Industrie. Wir wollen gute Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze für unsere Kinder und vor allem Zukunft", so Köpke abschließend.







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