Keine Abschiebungen in Kriegsgebiete

11.09.17
NRWNRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von DIE LINKE. Essen

Am heutigen Dienstag sollen mindestens 12 Afghanen aus Düsseldorf nach Kabul abgeschoben werden wie der Flüchtlingsrat NRW der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte. Es handelt sich hierbei um die erste Sammelabschiebung seit dem 31. Mai, als die deutsche Botschaft in Kabul schwer beschädigt wurde.

Der Essener Bundestagskandidat Daniel Kerekeš lehnt die Abschiebung in ein „Kriegsgebiet“ vehement ab. „Wer Menschen nach Afghanistan abschiebt, schickt sie in ein Kriegsgebiet. Ein Drittel des Landes werden in- bzw. direkt durch Taliban beherrscht.“

Bis heute kamen 2017 über 1.622 Zivilisten bei Anschlägen ums Leben und mehr als 3.500 wurden Verletzt.

 

„Wer Menschen in ein solches Land abschiebt, spielt mit dem Leben eben jener. Das Afghanistan in Teilen sicher ist, bleibt ein Märchen und es wäre nicht das erste Mal, das ein aus Deutschland abgeschobener Afghane bei einem Anschlag ums Leben kommen könnte“, so Kerekeš weiter.

 

Selbst die Bundesregierung gibt zu, dass die rechtlichen Voraussetzungen zu Abschiebung nicht in allen Teilen des Landes gegeben seien.







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