Drabenderhöher Erklärung: Solidarität mit den Radevormwalder Mitgliedern!

06.01.10
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Der Kreisverbandsvorstand hat auf seiner Sitzung am 3. Januar in Gummersbach beschlossen, den Radevormwalder und Hückeswagener Mitgliedern der Partei zu„empfehlen“, sich einem anderen Kreisverband anzuschließen.

Wir, Mitglieder der Partei DIE LINKE aus Drabenderhöhe, Stadt Wiehl, im Oberbergischen Kreis, erklären uns solidarisch mit den Genossen in Radevormwald und Hückeswagen.

Die Kritik, welche die Mitglieder der Basisorganisation Radevormwald-Hückeswagenund deren Vertreter an dem Kreisverbandsvorstand immer wieder seit dessen Wahl geäußert haben, betrachten wir erstens als legitim und zweitens als gerechtfertigt.
Dies belegt auch die Entscheidung der Landesschiedskommission zu Gunsten desRadevormwalder Widerspruchs gegen die Vorstandswahl vom Juli des vergangenen Jahres.
Die Mitgliederschaft in Radevormwald hat in Übereinstimmung mit der Satzung und zu ihrem Schutz gehandelt – dies zu bestrafen ist im höchsten Maße undemokratisch!

Aus diesem Grund fordern wir das Wiehler Mitglied des Kreisvorstandes, Genossen Matthias Lammerich, auf, diese Entscheidung nicht mitzutragen und dies durch seinen Rücktritt aus diesem Vorstand zu unterstreichen.

Radevormwald war bis 2009 ein Schwerpunkt der Partei, bis der langjährige Kreissprecher, Genosse Fritz Ullmann, durch die gegenwärtig kommissarische Sprecherin, Inge Mohr-Simeonidis, abgelöst wurde. Bis auf wenige Wochen vor dieser Wahl war die Genossin Mohr-Simeonidis, obwohl seit 2007 Mitglied der Partei, nicht aktiv und hat sich an der Arbeit in der Partei in keinster Weise beteiligt.
Der Versuch, Radevormwald zu isolieren, beginnt unserer Beobachtung nach nicht erst mit der Erklärung des Vorstandes, den Radevormwalder und Hückeswagener Mitgliedern den Gang in das „Wuppertaler Exil“ nahezulegen. Im Besonderen Radevormwalder Mitglieder beklagten sich mehrfach auf Kreisversammlungen darüber, dass der Kreisvorstand die Arbeit in Radevormwald durch die Zurückhaltung von Informationen und Dokumenten behindern würde.
Dies wurde vom Kreisvorstand zwar stets bestritten, jedoch unseres Wissens nach nie widerlegt.

Wir stellen weiterhin fest, dass seit Juli 2009 keine politische Arbeit durch den Kreisverbandsvorstand geleistet wurde. Dieser beschäftigte sich ausschließlich mit den Wahlkämpfen des letzten Jahres, allerdings ohne eigene Akzente zu setzen, und verteilt nun Posten und finanzielle Mittel. Er verhält sich somit eher wie ein Verwaltungsorgan, und weniger wie ein politisches Leitungsorgan.

Solidarität mit Radevormwald heißt Solidarität mit den demokratischen Prinzipien der Partei!

Wiehl – Drabenderhöhe, den 6. Januar 2009

Erstunterzeichner: Jürgen Löprich, Horst Schuster, Jeanette Edelbroich



Verkehrte Welt im Kreisverband DIE LINKE.Oberberg - 05-01-10 22:44




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