Zu den Zuständen im KV München der Partei "DIE LINKE."

30.04.14
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von Erna Petersen

Zur parteiöffentlichen Kreisvorstandssitzung der Münchner Linken vom 17.04.2013

Der nach dem Wahldebakel der Kommunalwahl 2014 stark angezählte Kreisvorstand der Münchner Linken hatte geladen.
Die Prominenz des bayerischen Landesvorstands, in Gestalt von Eva Bulling-Schröter und Xaver Merk, war aufgrund zahlreicher Horrornachrichten in den Internetmedien herbeigeeilt und versuchte, sich ein Bild vom Zustand dieses Kreisverbands zu machen.
Sie kamen auf ihre Kosten.

Gleich zu Beginn  erlebten sie eine Kreissprecherin namens Annemarie Fingert, die erbost auf die unverschämte Bitte eines Parteimitglieds reagierte, den Punkt „Anfragen an den Vorstand“ in die Tagesordnung aufzunehmen.
Sie erklärte, dass die Behandlung eines als Antrags vorliegenden Fragenkatalogs zum u.a. Thema nicht infrage komme.

Zum Thema „Täuschung der KMV durch Verschweigen seiner DKP-Mitgliedschaft durch den Kandidaten Cetin“ gab sich der Vorstand ahnungslos und versuchte zu bagatellisieren. Erst durch zähes Nachhaken einiger Parteimitglieder und die Beschuldigungen durch ein in diesem Zusammenhang zurückgetretenes KV-Mitglied kristallisierten sich in einer mehrstündigen Sitzung nachweisbare Versäumnisse des Kreisvorstands heraus, der über das satzungswidrige Verhalten des Cetin sehr wohl im vorhinein informiert war.

Die Frage, ob der KV einem möglichen Beschluss einer künftigen KMV folgen werde, Cetin den Verzicht auf sein Stadtratsmandat nahezulegen, wurde verneint.
Kreisvorstandssprecher Lohmüller, der ansonsten das Unschuldslamm gab, rühmte sich aber damit, dass er bis jetzt die Parteisatzung nicht gelesen habe und ließ durchblicken, dass er sich  bereits als Bundesvollzugsbeamter mit der Knarre in der Hand Respekt verschafft habe.
Auch Annemarie Fingert konnte auf einen ihrer notorischen Heulkrämpfe nicht verzichten.

Nach dieser Debatte wurde auch den Parteipromis klar, dass etwas faul ist im KV München. Man riet, wohl aus Mangel an sichtbaren Alternativen, zu weiterem vertrauensvollen Zusammenwirken und riet, eine KMV einzuberufen und mit diesen Fragen und möglichen Konsequenzen zu befassen.
Der Aufruf, die Kritiker des KV sollten sich für künftige Aufgaben bereit halten, kann nur begrüßt werden.

Xaver Merk, sonst nicht für seine scharfen Analysen bekannt,  bemerkte sinngemäß sehr richtig, dass ein Kreisvorstand so dämlich ist wie die Kreismitgliederversammlung, die ihn wählt.


VON: ERNA PETERSEN






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