Wolfgang Huste und seine Fragezeichen zur Partei DIE LINKE.

03.12.12
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, TopNews 

 

von Klaus Horn  

Rein zufällig können Ihre Warum-Fragen mit vier versuchten Erklärungen (Massengeschmack, Medien, Lotto „könnte helfen“, „Lumpenproletariat“ etc., oder Pardon und kreiden Sie mich für diese Interpretation nicht an) über die Partei 'DIE LINKE.', werter Wolfgang Huste, im am gleichen Tage veröffentlichen Beitrag „Nur 10 bescheidene Fragen“, sagen wir, etwas  beantwortet werden.

Seltsam, wenn Fragen auf Fragen treffen und gleichzeitig Lösungen beinhalten können. Ich formulierte die 'Nur-10-Fragen' allerdings mit einer anderen Absicht. Sie sollen - nicht nur – aber vor allem für die Claudia Cinatti von RIO und 'DIE LINKE.' eine Herausforderung sein, über ihre veröffentlichten Ansichten und Programme erneut nachzudenken.

Mit Absicht verbergen sich, wenn man versucht sie zu beantworten, auch Ursachen für den Stillstand bei der Überwindung des Kapitalismus durch linke Kräfte einerseits dahinter und andererseits für seine globale Ausweitung gerade nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers. Ich schlage Ihnen vor, aus dieser Sicht die „Nur 10 bescheidenen Fragen“ zu lesen.

Natürlich kann das nicht alles sein, warum DIE LINKE. von der Krise nicht profitiert. Dieser Zustand ist historisch gewachsen. Immerhin entstand der Frühkapitalismus schon zum Ausgange des Mittelalters...Der von Ihnen erwähnte so genannte  „Massengeschmack“ trieb nicht nur die Sozialdemokratie 1914 in die Arme des Wilhelm II. Erst Niederlagen an den Fronten und der Hunger in der Heimat führten zur Novemberrevolution. Erst die hohe Arbeitslosigkeit, die Inflation und die fehlende Aktionseinheit zwischen den beiden großen Arbeiterparteien bereiteten die Machtergreifung durch die Nazis, von Generalstab und Wirtschaft unterstützt.

Danach lief man ihnen wie eine Hammelherde wegen VW, KDF, Mutterkreuz, Wehrhoheit, Olympiade 36...(Kurt Tucholsky) trotz Warnungen (wer Hindenburg wählt Hitler, wer Hitler, wählt den Krieg) hinterher und hielt trotz Stalingrad und Widerstandsbewegungen bis zum Mai 1945 „durch“.

Danach kam es zu keinem Bündnis zwischen den Linken, vertreten durch KPD und SPD mit Auswirkungen auf und in Ost und West, aber nicht nur für Deutschland. Das Ergebnis mit und seit dem Herbst 1989 findet sich u.a. auch und nicht nur in Ihren „Warum-Fragen“, sondern auch in meinen 10 Bescheidenen wieder. Das alles musste sich auf  linke Kräfte auswirken. Soweit ein knapper am knappsten Exkurs – überhaupt nicht ausreichend - in die History.  

Im übrigen wurden gerade diese Fragen schon oft in scharf-links aufgeworfen. Man blättere in den Tagesseiten...Wenn es, wie in diesem Falle, zu einer Debatte käme, kann das nur gut sein.

Herzliche Grüße
Klaus Horn       
 


VON: KLAUS HORN


Warum profitiert DIE LINKE nicht von der Krise  - 02-12-12 20:58




<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz