Achtung: Ratten an Bord!


Bildmontage: HF

01.12.14
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, Saarland, TopNews 

 

von Dr. Nikolaus Götz

Betrachtungen über die Irrfahrt der LINKEN–Saar

Als die Bänker sich Milliarden aus der Staats- kasse stahlen, legte ein vollbeladenes Schiff ab und brachte in zügiger Fahrt eine ’fette’ Ladung in den Zielhafen.

Es war die unbestrittene Kunst des Kapitäns, die Schiffsroute festzulegen und voll im Wind zu segeln, unter Mithilfe des Steuermanns, den Oberdeckoffizieren bis hin zu den Unterdeckmatrose.

Doch der Kapitän hatte vergessen, dass beim Ablegen des Schiffes auch Ratten an Bord gekommen waren. Diese, die Opportunität der Stunde nutzend, fingen an, sich alsbald durch die Bordwand zu nagen. So wurde aus dem stolzen Schiff ein lecker Kahn, dessen Untergang alsbald bevorstand.. Doch spätestens dann, nur kurz davor, hatten die Ratt- en das sinkende Schiff verlassen. Zwischenzeitlich auch fett geworden, hatten sie das sichere Ufer erreicht, wo sie laut pfeifend, so wie immer, jede Mitschuld am Untergang abstritten.

Bedauerlicher Weise trifft diese metaphorische Analogie auch auf die Partei DIE LINKE- Saar zu. Oskar Lafontaine als Chefideologe der Partei hat sich, soweit bekannt, in den verdienten Ruhestand zurückgezogen. Allen Orts bricht die Parteibasis weg, da die majorisierenden Apparatschicks und Satzungsfuzzis ihren inhaltslosen Kampf „um die Macht“ ausfechten, während die bisher tragenden Idealisten kopfschüttelnd die Partei verlassen.

Von Geheimsitzungen wird berichtet, von Personalfehden wie im finsteren Mittelalter wird erzählt. Für die eigentlich zu machende ’Politik’ überlässt, wie gerade geschehen, der Landesgeschäftsführer Sigurd Gilcher „aus Strafe“ seit Neuem lieber einem Kandi- daten der NPD das Spielfeld, als eine ihm unangenehme Genossin zu wählen.

Der aktuelle ’Diadochenkampf’ bei den LINKEN-SAAR verkündet den kommenden Endsieg: Während so Gilcher/Senior das Anbrüllen von Mandatsträgern übt, wohl um so seine Beliebtheit zu steigern, lädt die Landesvorsitzende Astrid Schramm, MdL. mögliche Neumitglieder zur ’Gewissensprüfung’ in den saarländischen Landtag ein, um dort im ’Tempel der Meinungsfreiheit’ deren ’linkes’ Parteiprofil abzuklopfen.

Natürlich kann der Landesvorstand dieser Partei bei solch innerparteilichen Spielchen nicht abseits stehen, weswegen er den Konflikt mit dem KV-SB-Vorstand sucht, indem er ’Einspruch’ einlegt gegen einen einstimmig gefassten Wiederaufnahmebeschluss eines die undemokratischen Parteizustände offen kritisierenden ’Dissidenten’.

Damit wird auch das Landesschiedsgericht der Partei unter dem frisch gewählten, echt ’unabhängigen’ Anwalt des ’Rechts’ Helge Gilcher/Junior in Arbeit gebracht. Hoch lebe die Streitkultur um das Satzungsrecht!

Das einst so stolze ’Schiff’ der linken Partei auf der Saar wird derweilen klein und kleiner. Der inzwischen lecke Kahn ist zum taktlosen Ruderboot geschrumpft. Für den offensi- chtlichen Zerfall dieser Partei Die LINKE-Saar und das Aufkommen von neuen rechten Parteien wie die AfD braucht es deshalb keine großen Verschwörungstheorien.

„Gib Ihr oder Ihm eine Kappe, und Du erkennst den Menschen nicht mehr“, lautet näm- lich eine deutsche Volksweisheit, womit das Sinken des linken Parteischiffes und die Schaumburgisierung der Partei eine einfache Erklärung findet.

Um diese Irrfahrt der Partei vor den nächsten Wahlen noch zu verhindern und das Schiff wieder „auf Kurs“ zu bringen, bedarf es deshalb umgehend eines „linken Frühlings“, oder einer „saarländischen Wende“.
Dazu werden alle ’Rest-Genossen’ aufgerufen, die noch guten Willens sind.


VON: DR. NIKOLAUS GÖTZ






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