Jutta Ditfurths Antisemitismuskeule gegen die neue Sammlungsbewegung


Bildmontage: HF

21.08.18
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Von Charlotte Ullmann

Jutta Ditfurths Kritik, die neue, noch nicht einmal analog gegründete Sammlungsbewegung einer Sahra Wagenknecht sei zum Teil antisemitisch (Twitter s.u.)  ist schon eine gewagte These! 

Hätte ich früher von ihr nie gedacht. Zumindest kenne ich diese Dame schon seit urgrauen Zeiten. Sie hat sich gewandelt, vom Paulus zum Saulus, wie ich meine. Ohne jede Not. 

Einst gegen die "Herrschenden" und "Mainstreammedien", hat sie sich jetzt verbrüdert mit der hierzulande immer mehr um sich greifenden Überzeugung,  hinter jeder Äußerung und hinter jedem Busch lauere antisemitische Gesinnung, insbesondere dann, wenn es um die Politik Israels geht. 

Dabei galt Ökolinx, die Partei, die Ditfurth 1991 mitgegründet hat, in Frankfurt lange Jahre als durchaus aufrechte Partei , die es mit linken, sozialen Forderungen ernst meinte, zumindest verbal.

Dann aber war bei Jutta eine Hinwendung zum Antideutschtum zu beobachten, das m. E. alles, was nur im Entferntesten mit Antisemitismus zu tun haben könnte, an den Haaren herbeizerrt. Links ist das in meinen Augen nicht mehr zu nennen! 

Ähnlich, wie es die Bildzeitung schreibt, "Bewegung" erinnere an Hitler. 

Demgemäß dürfte man auch "Autobahn" nicht mehr in den Mund nehmen, denn Hitler hat zur Vorbereitung seines "totalen Krieges" Deutschland mit Autobahnen zugepflastert. Absurd also. 

So ist auch m. E. die antideutsche Identifizierung mit dem kapitalistischen Geldadel zu verstehen, weil häufiger vertreten durch Juden, für den mit dem Antisemitismusvorwurf gekämpft wird ohne Sinn und Verstand, die eigenen antikapitalistischen Positionen rücksichtslos über Bord werfend. 

Eine solche radikale Kehrtwendung vom gesellschaftskritischen Blick zum stupiden Tunnelblick hätte ich damals noch nicht einmal im Traum für möglich gehalten. 

Das erinnert mich an Rainer Werner Fassbinders Theaterstück "der Müll, die Stadt und der Tod" von 1975, dessen Aufführung lange Zeit verhindert wurde, weil der Protagonist, ein jüdischer Häuserspekulant, darin etwas zu schlecht wegkam, die kapitalismuskritischen Aspekte völlig außer Acht lassend.
(Dieser Protagonist sollte wohl eine Anspielung auf  Ignatz Bubis sein, ehemaliger berühmter Frankfurter Boden spekulant und Vorsitzender des Zentralrats der Juden, dem heute in Frankfurt sogar eine Brücke gewidmet ist.)

Was gab es damals für eine Schelte, von den Mainstreammedien, der Öffentlichkeit, der Politik. Nur weil Fassbinder auch einen reichen Juden aufs Korn genommen hatte.

Seitdem und spätestens seit 9/11 scheint sich der antideutsche allgegenwärtige Antisemitismusvorwurf breitgemacht zu haben, bis hin zu einer Jutta Ditfurth.

Diese kämpft mittlerweile an vorderster Front der antideutschen und Anti-BDS-Bewegung (BDS=für Boykott gegen israelische Waren), so auch letzten Frühsommer in Frankfurt am Main.

Wenn Jutta jetzt sogar Antisemitismus bei der geplanten Sammlungsbewegung wittert, verwundert mich das gar nicht mehr! Immerhin steht Sahra der Politik Israels kritisch gegenüber. 

Sogar gestandenen Juden und Israelis, wie bsw. Abraham Melzer oder Moshe Zuckermann, wirft Ditfurth vor, Antisemiten zu sein, nur weil sie die Politik ihres eigenen Landes kritisieren.

Wie geistig weggetreten muss man denn eigentlich sein, um eine solche Gleichsetzung verschiedener Ebenen mitzuvollziehen? 

Dann dürfte niemand mehr Kritik üben an  irgendwem oder irgendwas, ohne Gefahr zu laufen, mit der Antisemitismus- oder Rassismuskeule erschlagen zu werden!

 

Ich konstatiere: Der Spaltpilz, den man in Sahras Sammlungsbewegung befürchtet, wird von außen hineinprojiziert oder hineingetragen, und da ist es völlig egal, ob von sogenannt rechts oder sogenannt links.

 

Charlotte Ullmann aus Frankfurt am Main

 

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