Die Linke macht den Blödmann und nimmt Abschied von sich selbst.


Bildmontage: HF

04.03.19
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, Debatte, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

»Lucy Redler über Die Linke und die EU. „Für das Recht auszutreten“. Linken-Bundesvorstandsmitglied Lucy Redler hätte sich eine deutliche Anti-EU-Position ihrer Partei gewünscht. Die EU-Verträge seien neoliberal und undemokratisch.«

Vgl. Tageszeitung, taz.de *

Kommentar

Die NATO und die EWG/EU ist eine Schöpfung der nordamerikanischen, ökonomischen und militärischen Administration. Die EWG diente vor allem den (nordamerikanischen und westeuropäischen) geopolitischen und wirtschaftspolitischen Interessen der Finanz- und Monopolbourgeoisie. Die EWG und in Nachfolge die Europäische Union untersteht den wirtschaftspolitischen und geo-militärischen Interessen der NATO-Atommächte. Insbesondere den (vorrangigen) militärstrategischen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Tätigkeit der EU ist im wesentlichen dem Nordatlantikpakt untergeordnet und trägt zur weiteren Spaltung Europas  bei. Sie dient den führenden EU-Wirtschaftsmetropolen zur Diskriminierung und Verschärfung der Widersprüche innerhalb und außerhalb Europas.

Zugleich kristallisiert sich heute zunehmend, neben den USA, Japan und China, mit der EU, unter Führung Deutschlands und Frankreichs,  eines der Hauptzentren der imperialistischen Rivalität deutlich heraus. Zwischen ihnen entwickelt sich ein immer schärferer wirtschaftlicher und politischer Konkurrenzkampf. Dabei nutzen die westeuropäischen EU-Wirtschaftsmetropolen das ökonomische und soziale Gefälle (auch) innerhalb der EU aus. Importierte qualifizierte Billigarbeitskräfte aus EU-Schwellenländern, bspw. aus Griechenland, Bulgarien und Rumänien, dienen der Lohndrückerei, der (schadlosen) Versorgung und einseitigen Bereicherung der EU-Metropolen.

Die Europäische Union ist ein Instrument der westeuropäischen Konzerninteressen, vor allem der deutschen und französischen Wirtschafts- und Monopolverbände. Sie dient, an der Seite der führenden NATO-Staaten, der fortgesetzten Aufspaltung Osteuropas und der ökonomisch-imperialistischen Durchdringung Eurasiens. Dabei der ökonomischen Liquidierung und Auflösung der  heutigen Russischen Föderation. Zusammen mit der NATO betreibt die EU-Administration deren (imperialistische) Übernahme für die Versorgung Westeuropas mit Rohstoffen und Bodenschätzen.

* Vgl. Tageszeitung, taz.de, 23.02.2019: Lucy Redler über Die Linke und die EU. „Für das Recht auszutreten“. Linken-Bundesvorstandsmitglied Lucy Redler hätte sich eine deutliche Anti-EU-Position ihrer Partei gewünscht. Die EU-Verträge seien neoliberal und undemokratisch. Das Interview führte Martin Reeh, Parlamentskorrespondent.

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5575925&s=Die%2BLinke/

 

Standpunkte – Empfehlung: Einer muss der Blödmann sein.

Der lange Abschied von der Linkspartei

Von Uli Gellermann

»Der Strippenzieher Gregor Gysi manifestierte, dass es keine Skepsis gegenüber Europa oder der EU gäbe, und auch die Parteichefin Katja Kipping verwechselte absichtsvoll die EU mit „Europa“, als sie dem Kontinent ihre Liebe erklärte. Nur nicht daran erinnern, dass zu Europa auch Russland gehört und dass die militarisierte EU natürlich gegen Russland gegründet wurde und bis heute als Sprungbrett der NATO in den Osten genutzt wird. {…}

Einen Aufstand schlägt die LINKE nicht nieder. Aber sie verleugnet ihren ursprünglichen Kurs. So macht man dann nicht den Bluthund sondern den Blödmann: Auf dem Weg, die eigenen Wähler zu düpieren, die unfruchtbare Nachfolge der SPD anzutreten und das Profil der konsequent linken Partei zugunsten einer verwaschenen Vorstellung von Allerwelts-Progress aufzugeben. {…} Die Linke nimmt Abschied von sich selbst.«

 

Siehe vollständig:

https://www.rationalgalerie.de/home/einer-muss-der-bloedmann-sein.html

 

04.03.2019, R.S.







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