Seit ich "scharf links" vor einem Jahr kennenlernte...


Bildmontage: HF

05.11.13
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, Netzwerk, TopNews 

 

von Klaus Horn

darf ich doch wohl sagen, dass es bei ihr keinen Pardon für gewisses Linkes gibt. Weil die 'neue' linke online Zeitung – sechs Jahre müsste sie wohl jetzt oder in Bälde 'gealtert' sein - …diesen Anspruch stets erfüllen möchte: Emanzipatorisch, gegeninformativ und un- dogmatisch.

Und das muß sie, bezogen auf DIE LINKE., auch tun, weil diese gleich drei verschiedene Kleider trägt (Hans Christian Andersen könnte sagen: "Mein Kaiser trug nur Neue…“).

Also. DIE LINKE. versucht sich erstens in der Presse oder Medienwelt  – die es ihr zugegeben auch nicht leicht macht - besonders vor Wahlen oder in ihren Pressemit- teilungen mit „Wir wollen, wir müssen, wir wollen, wir werden“ ziemlich heldisch dar- zustellen, obwohl nicht nur die Wahlergebnisse dagegen sprechen.

Begleitet oder ausgestattet mit ihrem Führungs- und Personalklamauk seit 2011. Der allerletzte Klamauk war, obwohl sich Katja und Riexi nach dem Juni 2012 viel Besänfti- gungsmühe für Internes gaben, im Spreewald mit der Doppelspitze des Tages, Gregor und Gysi.

Zweitens erscheinen ihre Oberen von Bund und Ländern kaum in scharf-links. Und wenn, dann mit einer Portion ausgestattet, die lange Weile aufkommen lässt. Obwohl es gerade an und für die Basis allerhand zu richten, zu erklären, oder zu beantworten gäbe.

Dafür taucht drittens  zum Glück sehr oft das linke Fußvolk in scharf-links auf. Ich bin davon überzeugt, dass sich dadurch scharf-links geehrt fühlt. Zumal die online Zeitung nicht umsonst eine Linksdebatte von Beginn an eingerichtet, oder eingeräumt hatte.

Summa summarum kann sich dagegen DIE LINKE. mit ihren ersten zwei Kleidern gar nicht geehrt fühlen.

Ein Beweis für den Umgang in drei verschiedenen Kleider lieferte am 4. November in scharf-links Mehrheit des LINKEN-Landesvorstandes in Rheinland-Pfalz zurück- getreten“. 9 von 15 Mitgliedern haben ihr Amt niedergelegt. Darunter zwei Vorsitzende und zwei Stellvertreter. Ein starker Tobak!

Die Ursache dafür verstand ich so: Umgang mit der Trennung von Amt und Mandat, das sich daraus entwickelte Klima gegen die Arbeit in den Kreisen, Abhängigkeit vom Wohl- wollen der beiden MdB's. Unter dem Strich: Der Politikstil ist auf den Aufbau eines Funk- tionärskaders gerichtet.

Offensichtlich war für die 6 Mitglieder, die ihr Amt behalten haben, und die zwei MdB's auch nicht das Ergebnis der Wahl vom 22.9. in Rheinland- Pfalz von Bedeutung in Geg- enüberstellung zu 2009: u.a. 4 % Verluste bei den Zweitstimmen…  

Mir kommen besonders Umgang, Klima, Abhängigkeit und das mit dem Funktionärskader sehr bekannt vor. Ich fasse mich kurz: Spätestens ab 2011…, ab Januar 2013 u.a. Passagen im Entwurf eines neuen Statuts für die Antikapitalistische Linke und wie das ausging…und nach der Bundestagswahl in „Schönreden hilft nicht“, Anmerkungen zu zwei linken Landesparteitagen und in „Noch so ein grandioses Ergebnis, und wir sind verloren.“

Folgt man meiner Aussage in diesem Beitrag, dann dürfte es doch von Interesse sein, ob und von wem auf den Rücktritt von Linken in Rheinland-Pfalz reagiert wird in scharf-links.           

Gruß
Klaus Horn


VON: KLAUS HORN






<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz