Patrick Johann Hoppe...


Bildmontage: HF

30.01.13
LinksparteidebatteLinksparteidebatte 

 

von Klaus Horn

...ein Niedersachse, ist so etwas wie der neue John Maynard. Für den historischen Steuermann schrieb Fontane ein Gedicht [1]: Darin steuerte der John, die mit viel Mann, Frau, Kind und Maus besetzte „Schwalbe“ über den Erie-See. Auf nach Buffalo! Qualm, Feuer an Bord. Er hielt durch am Steuer. Rauf auf die Klippen. Alle gerettet bis auf …ihn, den John.

Auch Patrick las die „Frankfurter Rundschau“ vom Montag. Und greift heute nach Hannover ins Steuer. Linke Klippen ragen aus seinem Wasser: Entzauberungsstrategie, Kuschelkurs, Anbieterei.

Er: Damit kommt man nicht ans rettende Ufer, genannt Erfurter Programm. Er schaut ins Logbuch. Da steht´s noch aufgeschrieben, dahin ist zu steuern. Er blättert: Aber warum machten nur 48,66 Prozentchen mit im winterlichen Dezember, aber nach Erfurt, und nur 32728 stimmten mit ja. War das nicht schon wieder und recht bedenklich bei immerhin 70.000 Passagieren?

Ein Passagier: „Sag´ mal, hat dein Schiff nicht schon längst Grundberührung seit der Abfahrt im Jahre 2011 ?“ Ein Anderer: „Und was wird eigentlich aus uns, Patrick, wenn es doch auf einer Sandbank aufsitzt, so etwas wie der zurückliegende kreuz-gefährlich-verlaufene Maya-Tag?“ Ein Dritter: “Lies mal ein wenig im Logbuch von scharf-links nach, woran das lag mit der Schlappe in und rund um Niedersachsen!“

Nimm es mir nicht übel, Patrick, ich kommentiere und schreibe in der Regel etwas ernster. Aber als ich am Montag die „Frankfurter Rundschau“ las und darin das Interview mit der Katja, da habe ich mich seit langer Zeit wieder einmal …richtig gefreut! Warum? Katja sagte: „Störtebeker wäre heute in Linker.“ [2] Das war doch was und sogleich füllten sich mit diesem Spruch auch die Internetseiten.
Endlich mal nicht die bekannte Polit-Tretmühle, keine Tristesse, was Humoriges (ob Katja das aber auch so wollte…?) Egal. Kein Marx, kein Engels - Lenin und Thälmann sowieso nicht, viele andere auch nicht – Störtebeker macht´s möglich! Katja auf Kurs mit ihm, einem Freibeuter und Seeräuber.

Von wegen, Patrick, kein klares antikapitalistisches Profil. Sie entert doch die Koggen der Hanse und will den in ihrem Bauch sich befindenden Reichtum „gleichteilen“ , oder likedeelen! Dass die Störtebekers dabei auch einen 4 Liter Humpen auf einen Zug trinkfest leeren können. Warum nicht.

Allerdings gäb´s da was zum Nachüberlegen durch die Katja. Der Pirat lebte nämlich nur 41 Jahre. Also, wer nach ihm, zumal die ganz neuen Linken inclusive ähnliche Bezeich- nungen schon auf  24 Jahre seit 89 zurückschauen können. Bis zum 22. September reicht es jedenfalls noch allemal. Und dann müsste man sich entschließen, an wie vielen Gefährten man danach noch vorbeilaufen möchte zu deren Rettung vor einem Scharf- richter, die aber damals daneben ging. Damals standen 73 zur Verfügung. Heute sind es noch …wie viele Getreue für Katja?

Egal. Dieses Vorhaben von Katja kann noch gerettet werden. Die letzten Ergebnisse der Forschung sagen aus, so einen Störtebeker gab es gar nicht. Nur einen Störtebeker Johann, Kaufmann in Danzig. Aber ob Katja den dann haben möchte? Einen Halbkapita- listen? Das ist zwar ernüchternd, aber das Ganze sorgte bestimmt nicht nur bei mir für Freude. Wenn Oliver Welke mit seiner Tina Hausten das mitbekommen hat, dann könnte das in der Nachrichtensatire der heute-show am Freitag ab 22:30 Uhr zu finden sein.

„Humor ist der Regenschirm der Weisen“, meinte auch Kästner.

Darum wie immer solidarisch mit sl und diesmal auch mit dem Steuermann…Patrick

Klaus Horn      

P.S. scharf-links ist immer für etwas Außergewöhnliches gut! Besonders, wenn es um die Verbindung der Historie mit der DIE LINKE. geht.    

[1] http://www.lyrikwelt.de/gedichte/fontaneg2.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard

[2] Klaus Störtebeker Denkmal  in Marienhafe von Karl-Ludwig-Böke 1992 (Guss Barth Elmenhorst)

Störtebeker - SLIME: Alle gegen Alle*

Vor 600 Jahren ward er geboren
ein großer Pirat zu sein
er war stolz und stark und hatte Mut
und er wurde ein zweiter Robin Hood
er beklaute die Reichen und beschenkte die Armen
doch die mächtige Hanse kannte kein Erbarmen
und er verlor seinen Kopf

Störtebeker - wir vergessen dich nie
Störtebeker - wir trinken auf dich
Störtebeker - du warst der beste Mann deiner Zeit
Haifisch nanntest du dein Schiff
es stand immer für dich bereit
und nun singt der Likedeeler Lied:
Wo unsere Fahne weht, ist es für jedes Schiff zu spät
wir sind im Kampfe vereint
Gottes Freund und aller Welts Feind

Seinen Becher trank er leer in einem Zug
dafür war er überall bekannt
seinen letzten Becher trank er wohl
als die "Bunte Kuh" ihn fand.
und sie brachten ihn nach Hamburg zurück
das Beil stand schon bereit
Klaus und seine 150 Mann
vorüber war ihre Zeit

*www.youtube.com/watch?v=t51w7EIR5UU

https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_St%C3%B6rtebeker

 

 


VON: KLAUS HORN






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