Linksparteidebatte und offener Brief
22.01.12
Linksparteidebatte, Bayern, News
von Walter Koppe
liebe genossInnen, zur linksparteidebatte und bzgl. des offenen briefs von david frühling an den landesverband frage ich mich, ob es nun hilfreich ist, alle kritikpunkte der beiden flügel gegeneinander nochmal ein stück deutlicher zu überzeichnen, um stolz darauf zu sein, noch ein weiteres detail hinzu fügen zu können?
viel interessanter, und am ende wesentlicher scheint mir die frage: was diese details, die viel mit nervosität und unzufriedenheit zu tun hat, ausgelöst hat. dass es unterschiedliche flügel bei der linken gibt, wäre eigentlich ein gutes zeugnis. die grünen waren deshalb ja mal eine pluralistische und lebendige partei, weil es neben den realos auch einmal fundis gegeben hat.
wichtig ist, wie eine partei und vor allem die mitglieder einer partei mit diesen strömungen umgeht. vor allem in bayern haben die angewachsenen spannungen inkl. dem innerparteilichen stress und manchen daraus folgenden fehlern aber längst nicht nur mit den mitgliedern zu tun, sondern mit ganz extremen bedingungen, welche die medien, und damit eben auch die Süddeutsche darstellt.
innerhalb des eigenen, inzwischen aufgelösten kreisverbandes, galt bezüglich der lokalen presse: wir haben die wahl zwischen keiner presse (erdinger anzeiger) und einer schlechten (erdinger süddeutschen). das war uns bald klar, und so war auch das ende letztendlich vorherzusehen.
während eigene pressebeiträge zumeist ignoriert wurden, gerieten interne meinungsverschiedenheiten dagegen zur riesigen überschrift, aufgrund eines solchen berichts der erdinger sz fehlten am ende die notwendigen unterschriften zur kommunalwahl, und aufgrund einer anderen überschrift in der selbigen zeitung löste sich der kreisverband auf - bei interesse kann ich dies inkl. des kontextes gern weiterleiten.
weil es für mich auch all die letzten jahre klar war, dass es sich um ein strategiespiel der mächtigen in verbindung mit ihren medien handelt (liest denn niemand die nachdenkseiten, und inzwischen massenweise vorhandene lektüre zum thema der manipulation???) wundere ich mich sehr, dass die meinungsführer im landesverband sich lieber mit weiterer selbstzerfleischung beschäftigen, als mit derlei offensichtlichen, nämlich der politik, und auch der politik hinter dieser politik. was ist denn der grund für die nicht wirklich glückliche forderung von nicole fritsche, sich mit hintergründen von vertretern anderer parteien zu beschäftigen, die nun wiederum david frühling auf "scharf-links.de" antreibt?
gerade wenn man weis, dass die medien die piraten erst möglich gemacht haben - _wieso eigentlich gerade vor der berlin-wahl, mit einer starken linken?_???, und angesichts des oben beschriebenen kontexts? falls die medien kein wirkliches bedürfnis an tiefgreifenden analysen zu den piraten haben, was ist dann daran falsch, wenn dies um so mehr alternative kreise tun? nannte die linke es auch "denunziation" und "observation", als vor allem linke kreise noch viele jahrzehnte ins nachkriegsdeutschland hinein ns-mitgliedschaften bei parteienvertreter der BRD aufdeckte?
und genau um die frage solcher "rechten" potentiale ging es bei nicols mail. die frage nach den vertretern der piraten finde ich schon deshalb interessant, weil man sich natürlich überlegen kann, aus welchen anderen potentialen sich dieses füllt, und da finde ich eine mögliche unterwanderung von rechts ebenso logisch wie aus bisherigem fdp-klientel, welche sich nach neuen biotopen umsieht.
ein kleinen aber sehr spannenden teil eigener erfahrungen, auch was politisches mobbing betrifft, hab ich hier aufrufbar gemacht:
http://www.erding-life.de/xed/auftragsarbeit.html
VON: WALTER KOPPE
Offener Brief an den Landesvorstand der Partei DIE LINKE in Bayern - 01-11-11 21:05
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