‚Antikapitalistische Linke‘: Angela Bankert ist die Alternative zu Sahra Wagenknecht

13.02.21
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Von AKL

Zur Diskussion um die Besetzung des Listenplatzes 1 der Partei DIE LINKE. NRW erklärt Inge Höger, Sprecherin der Parteiströmung ‚Antikapitalistische Linke‘:

„Mit großer Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass sich die bekannte Kölner Bewegungsaktivistin und erfahrene Gewerkschafterin, Angela Bankert, die seit Gründung der LINKEN auch Mitglied der AKL ist, um den Listenplatz 1 in NRW  zur Bundestagswahl bewirbt. Wir unterstützen diese Bewerbung ausdrücklich.“

Jürgen Aust, Sprecher der ‚Antikapitalistischen Linken‘ NRW ergänzt: „Wir, die ‚Antikapitalistische Linke‘ (AKL) haben bereits allgemeine Vorstellungen veröffentlicht, welche Bedingungen für die Kandidatinnen und Kandidaten der LINKEN für den Bundestag gelten sollten (https://www.antikapitalistische-linke.de/?p=3969). Neben der Verpflichtung auf Programm und Beschlüsse der Partei und ihrer Gremien wird darin gefordert, dass die Amtszeiten für parlamentarische Vertreter*innen der LINKEN auf maximal zwei Legislatur-perioden begrenzt werden sollten, um die Abgehobenheit der Berufspolitiker*innen einzuschränken. Frischer Wind im Bundestag ist mehr als eine kleine Nebensache, sondern sollte Pflicht für unsere linke Partei sein.“ ( https://www.antikapitalistische-linke.de/?p=3923)

Angela Bankert schreibt in ihrem Bewerbungsbrief:

„Ich stehe auf gegen die Illusion einer linken Regierung aus Rot-Rot-Grün im Bund. Eine Regierung unter Cum-Ex-Scholz und EU-Aufrüsterin Baerbock würde den Reichen nicht den Kampf ansagen, keine Auslandseinsätze der Bundeswehr stoppen, das mörderische Grenz-regime der EU fortführen und keinen sozial-ökologischen Systemwechsel bringen. Ohne linke Opposition im Bundestag würden Gewerkschaften und sozial-ökologische Bewegungen geschwächt und der Zustrom zu rechtsradikalen Parteien befördert.
Eine offensive linke Opposition in Parlament und Gesellschaft, eine Stimme für den öko-sozialistischen System Change ist in dieser Krise des Kapitalismus dringender denn je. Dazu möchte ich im Bundestag, in Bewegungen, in der Gewerkschaft, auf der Straße einen Beitrag leisten.“

Neben Angela Bankert gibt es bisher offiziell noch keine weitere Bewerberin für den Listenplatz 1. Der Landesvorstand der LINKEN-NRW hatte allerdings in einem unverbindlichen Meinungsbild mit Mehrheit dafür gestimmt, Sahra Wagenknecht zu bitten, noch einmal anzutreten.

Sahra Wagenknecht ist ebenfalls Gründungsmitglied der AKL. Sie hat sich in den letzten Jahren aber von wesentlichen Positionen dieser Strömung entfernt und gleichzeitig auch in wichtigen inhaltlichen Fragen das Grundsatzprogramm der LINKEN in Frage gestellt. Große Teile des Landesverbandes NRW der LINKEN haben deshalb Kritik an Positionen und Verhalten von Sahra Wagenknecht geübt und sprechen sich jetzt gegen ihre Wahl an die Spitze der Landesliste aus. In mehreren Kreisverbänden hat man sich gegen eine Spitzenkandidatur von Sahra Wagenknecht positioniert.

Wir, die ‚Antikapitalistische Linke‘ unterstützen die Kandidatur von Angela Bankert. Sie tritt für eine verbindende Klassenpolitik ein und ist sowohl in Gewerkschaften als auch sozialen Bewegungen verankert. Sie wird das Parteiprogramm der Linken im Wahlkampf und auch sonst gut vertreten. Die LINKE kennt bei Wahlen das demokratische Prinzip, dass mehrere Bewerber*innen ein Glück und keine Belastung für die Partei sind.

Das gesamte Bewerbungsschreiben von Angela Bankert findet sich hier https://www.facebook.com/angela.banckert







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