22.Oktober in Berlin: Demonstration gegen Krieg und Folter in Kurdistan

21.10.08
NewsNews, Berlin 

 

Kurdische Vereine aus Berlin rufen für Mittwoch 22.Oktober um 16 Uhr auf dem Hermannplatz zu einer Demonstration gegen Folterungen, Verhaftungen, Vertreibungen und militärische Operationen in der Türkei und Kurdistan auf.

Todesdrohungen gegen Abdullah Öcalan

Anlass ist die dramatische Zuspitzung der Situation in den letzten Tagen.
Vergangene Woche wurde der auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali inhaftierte kurdische Volksführer Abdullah Öcalan vom Gefängnispersonal körperlich angegriffen und mit dem Tod bedroht. Für viele Kurdinnen und Kurden sind die fast zehnjährige Isolationshaft und die Misshandlungen gegen Abdullah Öcalan ein Spiegelbild ihrer eigenen Situation. Der türkische Staat weiß genau, wie sensibel die kurdische Bevölkerung auf derartige Übergriffe gegen ihren politischen Repräsentanten reagiert und trägt damit die volle Verantwortung für die massiven Proteste der vergangenen Tage in vielen kurdischen Städten.

Die Polizei griff die demonstrierenden Menschen in an und schoss an mehreren Orten mit Tränengas und scharfer Munition in die Menge. Mindestens eine Person wurde dabei getötet, viele zum Teil schwer verletzt. Landesweit kam es zu einer massiven Verhaftungswelle. Viele der Verhafteten wurden geschlagen und misshandelt.

Mehrfach hat die türkische Luftwaffe in den letzten Tagen Ziele im Nordirak bombardiert. Dabei wurden Mitglieder einer iranisch-kurdischen Partei getötet und zivile Dörfer und Anbauflächen verwüstet. Es droht eine weitere Eskalation des Krieges.

In der Westtürkei, in Izmir und anderen Städten, finden seit Wochen regelrechte Pogrome gegen Kurden statt. Kurdische Arbeiter werden von türkischen Faschisten durch die Straßen gejagt, Läden und Autos kurdischer Besitzer angezündet und Büros der kurdischen Partei für eine Demokratische Gesellschaft DTP angegriffen. Es droht ein ethnischer Bürgerkrieg zwischen der kurdischen und türkischen Bevölkerung.

Mit dem Verbot des kurdischen Fernsehsenders Roj TV und dem seit 15 Jahren durchgeführten PKK-Verbot trägt die deutsche Bundesregierung ebenso zur Unterdrückung der Kurdinnen und Kurden bei, wie mit Waffenlieferungen an die türkische Armee.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee ruft alle demokratischen, antifaschistischen und sozialistischen Organisationen und Menschen dazu auf, sich an den kurdischen Protesten zu beteiligen.

Stoppt den Krieg in Kurdistan!
Schuss mit der Folter! Freiheit für Abdullah Öcalan und alle anderen politischen Gefangenen!
Stoppt die rassistischen Pogrome - Für die Geschwisterlichkeit der Völker!
Weg mit dem PKK-Verbot und dem Verbot von Roj TV!







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