NATO probt Atomkrieg: „Alle Jahre wieder“

18.10.20
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz

„Alle Jahre wieder wird von der NATO der Atomkrieg geprobt. Das muss ein Ende haben!“, sagt Hildegard Slabik-Münter, friedenspolitische Sprecherin im Landesvorstand.

„In diesem Jahr finden die Manöver wieder in Deutschland statt, gemeinsam mit Truppen aus Italien, Belgien und den Niederlanden. Die beteiligten Standorte sind Nörvenich (NRW) und Büchel in Rheinland-Pfalz. Die deutschen Tornado-Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 üben die Bestückung der Kampfjets mit den US-Atomwaffen B61-12 und dann (ohne echte Waffen) deren Abwurf. 20 dieser nuklearen Massenvernichtungswaffen lagern im Rahmen der nuklearen Teilhabe im Fliegerhorst Büchel. Jede einzelne dieser Bomben hat die vielfache Sprengkraft der Hiroshimabombe. Die Tornado-Übungsflüge sind wegen der Erneuerung der Landebahn in Büchel nach Nörvenich verlegt worden. Der Himmel ist deshalb in Büchel und Umgebung zurzeit ruhig, aber am Rande des Fliegerhorstes wurden riesige Patriot-Raketen aufgefahren, um, wie es heißt "die kritische Infrastruktur des Fliegerhorstes zu schützen". Dies ist ausdrücklich kein NATO-Manöver, sondern eine alleinige Aktion der Bundeswehr. Hoffentlich wird jetzt der Letzte wach: Bomben schützen nicht, sondern machen uns zum Ziel“, so Hildegard Slabik-Münter weiter.

„Die Mehrheit der Staaten weltweit arbeitet daran, Atomwaffen mit dem Verbotsvertrag der Vereinten Nationen ebenso wie Chemie- und Biowaffen zu ächten. Doch anstatt diesem Vertrag beizutreten, hält die Bundesregierung – gegen den Willen der Mehrheit unserer Bevölkerung – an der nuklearen Teilhabe fest. Für viele Milliarden Dollar sollen neue Kampfjets angeschafft werden. Aufgrund heftiger Proteste aus der Friedenbewegung und dem linken Parteienspektrum wurde der Beschluss darüber in die nächste Legislaturperiode verschoben. Wir werden uns mit aller Kraft darum bemühen, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet und sich in vorderster Front für Abrüstungsverträge und ein neues europäisches Sicherheitskonzept einsetzt. Im Landtag werden wir uns für eine Bundesratsinitiative einsetzen, die diese Ziele verfolgt“, erklärt Hildegard Slabik-Münter abschließend.







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