November 2019: Tage des Gedenkens, Tage des Widerstands

07.11.19
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz

Der 9. November ist der Tag der Einkehr und des Gedenkens an die Pogrome der Nazizeit. Die Landesvorsitzenden der rheinland-pfälzischen LINKEN, Jochen Bülow und Katrin Werner, MdB, rufen zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen und zu zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Revisionismus und Rechtsextremismus auf.

Jochen Bülow: „Vor nunmehr 81 Jahren fand mit den antisemitischen Novemberpogromen in Deutschland der Auftakt zur größten gezielten Vernichtungsaktion menschlichen Lebens in unserer Geschichte statt. Synagogen brannten, jüdische Mitbürger*innen wurden gedemütigt, verhaftet und ermordet. Es ist ein gutes Zeichen, dass unsere Zivilgesellschaft am 9. November der unsagbaren Taten von damals mit Mahnwachen, Kundgebungen, Demonstrationen überall im Land gedenkt und die Erinnerung wachhält. Dieses Datum ist in unserer kommunalen und regionalen Erinnerungskultur fest verankert. Menschenverachtende Ideologien, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung dürfen keinen Platz in unserer Mitte haben, nicht heute und nicht morgen.“

Katrin Werner: „Trotz eines breiten gesellschaftlichen Konsenses wird allzu deutlich, dass es ein Wiedererstarken revisionistischen und rechtsextremistischen Gedankengutes gibt. Und nicht nur das – der unbelehrbare Mob zeigt zunehmend offen seine Gesinnung und schreitet zur Tat. Leider auch in Rheinland-Pfalz, wo nun zum wiederholten Mal ein Neonazi-Aufmarsch angekündigt ist: Am 16. November, also nur wenige Tage nachdem wir der unerhörten Naziverbrechen gedacht haben, wollen sie in Remagen marschieren, den Faschismus relativieren und Errungenschaften unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung verhöhnen. Wir sagen: Mehr denn je muss die Zivilgesellschaft Gesicht zeigen gegen das Erstarken neonazistischer Bewegungen. Wir rufen auf: Lasst uns zeigen, dass wir die Lehren aus der Geschichte gezogen haben, lasst uns widerständig sein, damit Faschismus und Nazismus keinen Fußbreit zurückgewinnen können.“







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