Minijobs und Altersarmut – den Irrweg endlich stoppen!

20.12.18
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, Soziales, News 

 

Von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz

Die Landesvorsitzenden der rheinland-pfälzischen LINKEN, Katrin Werner, MdB, und Jochen Bülow, beziehen zu den neuesten Zahlen der Arbeitsagentur Stellung:

Katrin Werner: „Die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit lassen sich nicht verleugnen: Die Zahl steuer- und abgabenfreier Beschäftigungsverhältnisse, der so genannten „Minijobs“, ist genauso hoch wie vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Als arbeitsmarktpolitische Maßnahme hat das Programm demnach versagt. Und: prekäre Arbeit und Armut im Alter hängen unmittelbar miteinander zusammen. Besonders bedenklich dabei ist, dass in Rheinland-Pfalz über 70 Prozent der Minijobs von Frauen ausgeübt werden, eine Abweichung von 10 Prozent nach oben gegenüber dem Bundesdurchschnitt. Das heißt in der Konsequenz, dass das Risiko der weiblichen Altersarmut in unserem Bundesland besonders hoch ist.“

Jochen Bülow: „Minijobs sind und bleiben unsicher und führen zu Minirenten. Tarifrechtliche Vereinbarungen wie bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall werden häufig umgangen. Gegen soziale Risiken wie Arbeitslosigkeit sind geringfügig Beschäftigte unzureichend abgesichert. Sie sind daher in besonders hohem Maße von Altersarmut bedroht. In Rheinland-Pfalz sind rund 400.000 Menschen davon betroffen. Infolge der fortschreitenden Aushöhlung droht der reguläre Arbeitsmarkt irgendwann zu kippen. DIE LINKE fordert daher die Gleichstellung von Minijobs mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit. Abhängige Beschäftigung soll ohne Ausnahme ab dem ersten Euro Entgelt der Sozialversicherungspflicht unterliegen.“







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