Markus Pflüger geht – neuer Vorstand kommt. Mitgliederversammlung der AG Frieden

06.10.22
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, Bewegungen, News 

 

Von AG Frieden Trier

Veränderung – das ist nach den Worten der scheidenden Vorstandsfrau Linda Feger bei der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (AGF) in Trier  gerade ein „großes Thema“. Ausgeschieden sind nicht nur alle sieben bisherigen Vorstandsmitglieder. Auch der Referent für Friedensarbeit, Markus Pflüger, wird nach über 20jähriger  Tätigkeit bei der AGF zum Jahresende die Stelle wechseln.
Pflüger erklärte bei der Mitgliederversammlung, dass er die AGF zum 31.12. aus persönlichen Gründen verlassen und stattdessen mit einem höheren Stundenanteil bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus angestellt sein werde.  „Die AGF war mehr für mich als ein Job!“ betonte Pflüger in seiner Rede, die von den Anwesenden mit stehendem Applaus bedacht wurde. In seinem Rechenschaftsbericht machte er anhand von über vierzig Aktivitäten deutlich, welches Pensum er  im letzten Jahr absolviert hatte. Besonders wichtig war ihm dabei die Ausweitung der Kooperationen, etwa mit so unterschiedlichen Akteuren wie der Klimaschutzbewegung, der Trierer Galerie Netzwerk und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz.
Im Vorstand kam es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung zu einem kompletten personellen Umbruch. Der neu gewählte, vierköpfige  Vorstand besteht aus Brigitte Hansen-Barbi, Stefan Weinert, Richard Pestemer und Mechthild Grüger. In ihrer programmatischen Rede betonte die neue Vorstandssprecherin Brigitte Hansen-Barbi den Zusammenhang von Krieg und Klimakrise sowie Krieg und Patriarchat. Deswegen müssten sich Pazifisten für Klima­gerechtigkeit ebenso einsetzen wie für soziale und globale Gerechtigkeit. Im Hinblick auf den Überfall Russlands auf die Ukraine sah Hansen-Barbi keine Zeitenwende. „Ich sehe vielmehr die Parallelen zu anderen Kriegen: Es geht um die Machtgelüste eines Autokraten, um die Aneignung der knapper werdenden Ressourcen, um wirtschaftliche Interessen, denen die Menschen gnadenlos geopfert werden.“ Brigitte Hansen-Barbi betonte, dass Friedensarbeit gerade jetzt besonders wichtig sei und sie ihrer Devise „Frieden schaffen ohne Waffen“ treu bleibe. Frau Barbi-Hansen möchte sich im Vorstand der AGF mit ihren Kolleginnen und Kollegen dafür einsetzen, dass die Frage der Handlungsoptionen der Friedensbewegung und andere Fragen in einem Klima der Toleranz diskutiert und über die Gefahr einfacher Antworten aufgeklärt werde.
Unterstützt wird der Vorstand dabei von Michael Jakobs, seit Jahresbeginn Bildungsreferent für fairen Handel und Finanzen. In seinem Bericht beleuchtete er die solide Finanzlage der AGF.







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