Verleumdungsklage gegen Scharf-Links-Herausgeberin Edith Bartelmus-Scholich auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellt


Bildmontage: HF

20.01.11
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Impressionen von Günther A. Classen

Landgericht Krefeld, 11:05 Uhr, Erdgeschoss, Sitzungssaal 70.

Verleumdungsklage  der Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf gegen Edith Bartelmus-Scholich, 20. Januar 2011. Runde 2.

Über die inhaltlichen Vorwürfe gegen Edith Bartelmus-Scholich ist auf dieser Seite mehrfach ausführlich berichtet worden.

Der Schwerpunkt des Berichts wurde ganz bewusst auf die Eingangssituation gelegt, weil sich nach der völlig subjektiven Wahrnehmung des Verfassers darin das Groteske des gesamten Verfahrens widerspiegelt.

Unfreiwillige Selbstkontrolle

Nachdem der allein in einem keimfrei verglasten Schalterraum sitzende Justizbeamte, in Zíffern: 1, die Einlass begehrenden, zahlreichen Menschen in einem unglaublich umständlichen Verfahren einzeln, jeweils nach Vorlage des Personalausweises, Befragen nach dem „Mitführen von gefährlichen Gegenständen“, in meinem Falle die Abgabe der „gefährlichen“ Kamera gegen Quittung, umständlichstem Entleeren der Taschen: Schlüssel, Münzen undsoweiter, anschließendem Entfernen des Gürtels, jedes Mal verbunden mit einer Tanzrunde durch die jedes Mal erneut piepsende Metalldetektortür, aus dem Inneren des keimfreien Schalterraumes dirigiert hatte – pro Nase nahm dieser Vorgang im Durchschnitt 3-5 Minuten in Anspruch (Die Frage an den Herrn hinter dem Tresen, wie diese Situation den bei großem Andrang gehändelt werde, blieb erwartungsgemäß unbeantwortet.) - gelangte ich endlich in den Sitzungsraum 70 des Krefelder Landgerichts.

Muckis zeigen

In einem schmucken, recht weitläufigem Saal, bewachten drei martialisch wirkende, ungewöhnlich breitschultrige, durchtrainierte Polizisten die ein knappes Dutzend zählende „Öffentlichkeit“.

Trappistenandacht

Durch die in erster Linie wegen ihrer unfassbaren Wurstigkeit hochnotpeinliche Eingangskontrolle war ich mal wieder zu spät und wähnte mich beim Betreten des Saales wegen der ungewöhnlichen Stille schon in der ersten Sitzungsunterbrechung, dann allerdings eher in einer Trappistenandacht, denn in einer üblicherweise wortgewaltigen Gerichtsverhandlung.

Meditative Verhandlungsführung

Trotz mehrfacher freundlich bis ungehaltener Bitten aus der „Öffentlichkeit“, fühlte sich diese durch die dann auch seitens Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Angeklagter solidarisch geflüsterte, fast meditative Verhandlungsführung faktisch ausgeschlossen.

Sämtliche vorhandenen Mikrofone blieben jedoch während der gesamten Verhandlung abgeschaltet.

Allenfalls „grenzwertig“

Schließlich war es mir dennoch gelungen war, seitens des Vorsitzenden Richter Kümpel schließlich die Worte „Wenn es denn überhaupt ein Verschulden seitens der Angeklagten gibt“ hielte er dieses für „grenzwertig“ mehr oder weniger deutlich zu vernehmen.

Verfahrenseinstelllung. Kostenübernahme durch die Staatskasse.

Nachdem der Staatsanwalt um eine kurze Auszeit zwecks Rücksprache mit der Verteidigung bat, beantragte er anschließend die „Einstellung des Verfahrens", was durch Antrag des Verteidigers Tim Engels zur „Übernahme der Kosten seitens der Angeklagten durch die Staatskasse“ ergänzt, vom vorsitzenden Richter so beschlossen wurde.

(Durch die geflüsterte Verhandlungsführung war es dem Verfasser kaum möglich, alle Einzelheiten wahrzunehmen und zu protokollieren. Der Verfasser erklärt jedoch ausdrücklich, dass neben der sinngemäßen Wiedergabe des Verhandlungsablaufs, die angeführten Zitate aus gegebenem Anlass mit äußerster journalistischer Sorgfalt wortwörtlich wiedergegeben sind.)



Staatsanwaltschaft nimmt Freispruch von ‚scharf-links'-Redakteurin nicht hin - 04-01-11 21:07




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