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26.11.07
TopNewsTopNews, Theorie, Arbeiterbewegung 

 

Christoph Jünke
Der lange Schatten des Stalinismus. Sozialismus und Demokratie gestern und heute
 

Glaubt man den neoliberalen und neokonservativen Meinungsführern, sind Freiheit und Sozialismus unvereinbar. Doch auch auf der Linken findet diese Sichtweise zunehmend Anhänger. In der Beschönigung und geschichtsphilosophischen Rechtfertigung seiner Taten findet der historische Stalinismus zurzeit seine politisch-theoretische Auferstehung. Das zeigt der Autor am Beispiel neuerer Auseinandersetzungen auf, vor allem an der jüngsten Debatte um die kurze Demokratiegeschichte von Luciano Canfora, aber auch an Denkern wie Domenico Losurdo, Kurt Gossweiler, Sahra Wagenknecht und anderen. Und er erinnert an ältere Stalinismusanalysen wie die von Georg Lukács, Isaac Deutscher, Leo Kofler und Werner Hofmann und fragt, welches Licht der Zusammenbruch des einstmals "real existierenden Sozialismus" auf dieselben wirft.

Christoph Jünkes Aufsatzsammlung ist ein provozierender Diskussionsbeitrag zur historischen Aufarbeitung des Stalinismus, der in der Kritik philo- und neostalinistischer Tendenzen und postmoderner Abgesänge auch eine politisch-strategische Intervention in die Diskussionen um eine erneuerte sozialistische Linke und einen Beitrag zur sozialistischen Demokratietheorie darstellt.

(Köln: Neuer ISP-Verlag 2007, 207 Seiten, 19.80 Euro, ISBN: 978-3-89900-126-6, www.neuerispverlag.de)


VON: EBS






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