Verhaftungen in Moskau – Dammbruch für Provokationen?


26.11.07
TopNewsTopNews, Internationales 

 

Kommentar von Kai Ehlers

Als westliche Blätter nach der Festnahme Gari Kasparows beim neuesten „Marsch der Nichteinverstandenen“ in Moskau mit dem Titel „Wahlkampf aus dem Gefängnis“ aufmachten wie beispielsweise die „FAZ, als sie mitteilten, ein Polizist habe, Angaben von Kasparow folgend, geäußert: „Solche Leute wie euch hätten wir früher erschossen“ und als sie über dies noch einen Putin zitierten, der bei einer Wahlrede vor der Partei „Einheitliches Russland“ Opponenten als Schakale bezeichnet hatte, war ein Maß der Verdunkelung des Russlandbildes erreicht, gegen das Aufklärung zu versagen droht.


 Halten wir demgegenüber fest: Wenn Kasparow für fünf Tage in Haft geht, weil er die Bannmeile durchbricht, ist damit nicht  die Opposition niedergeschlagen, wie immer behauptet wird, sondern ein Provokateur so bedient worden, wie er es sich nicht besser wünschen konnte. Und auch dies: Wenn Putin Revanche und Chaos nach den Wahlen fürchtet, vielleicht sogar noch vorher, dann  ist das begründet, denn Russlands neue Stabilität ist noch keineswegs gefestigt. Ex-Oligarch Beresowski z.B., der sich rühmt Kasparaow zu finanzieren, agitiert von London aus für einen Umsturz; Kasparow seinerseits ist Mitglied des Security advisory council der USA ist. Eine Eindämmung solcher Bestrebungen und Einmischungen ist für Russland existenziell. Wenn Putin allerdings von Opponenten als von Schakalen zu sprechen beginnt, die um ausländische Botschaften herumschlichen, öffnet er eben genau die Schleusen, die er schließen möchte.

Kai Ehlers
http://www.kai-ehlers.de


VON: KAI EHLERS






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