EU macht Bier und Kippen bald unbezahlbar!


Keine Braugerste und keine Kippe für diesen Tank, Foto: SaarKurier

04.10.08
TopNewsTopNews, Saarland 

 

Agrospritgegner machen mobil - Auch Joints könnten in den Tank wandern

Von Claude Michael Jung

Das internationale Netzwerk gegen Agrotreibstoffe in der Großregion Saar/Lor/Lux und dem Elsaß hatte an diesem Wochenende, vor dem Hintergrund dramatischer Wendungen an der weltweiten Treibstofffront, vor einem nicht mehr abzuwendenden Aufstand der internationalen Biertrinker und Raucher gewarnt. Wie erst kürzlich bekannt wurde plant die EU-Kommission ab dem Jahr 2014 ungeheuere Mengen Braugerste und Tabak zu Biosprit zu destillieren und die Grundstoffe geselliger Kneipenabende in den Tanks von Millionen unbelehrbarer Vollgasexperten zu verheizen.

"Oktan statt Promille und blauer Dunst, ein Kulturbruch mit düsteren Aussichten", so ein Sprecher der Aktion Bier für die Welt, der gleichzeitig zum entschlossenen Widerstand gegen die geplanten Tabak und Braugerste Monokulturen aufrief. Die Aktion Bier für die Welt, seit Jahrzehnten streitbarer Anwalt von Milliarden dürstender Kehlen weltweit, nannte die Pläne der Eu-Kommission einen infamen und hinterhältigen Angriff auf den freien Zugang zum flüssigen Grundnahrungsmittel. Für den Fall, dass künftig Bier in die Fahrzeugtanks gepumpt werden wird und Schaum zum Auspuff rauskommt, hält die Aktion Bier für die Welt den Kampf gegen die luftbereiften Alkoholiker der Straßen für das Gebot der kommenden Zeit.

"Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Dürsten zwingt!" Unter diesem Slogan startet der saarländische Thekenverein, gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk gegen Agrotreibstoffe in der Großregion Saar/Lor/Lux und dem Elsaß, eine Aufklärungskampagne an den Schulen der Interregion. Mit einem bunt bebilderten Lesebuch sollen selbst die kleinsten in den Grund, Baum und Zwergschulen der Interregion erfahren, wie sich ihre motorisierten Eltern gegen das Wohl der dürstenden Menschheit versündigen, wenn sie künftig an den Tankstellen Treibstoffe aus Braugerste zu sich nehmen.

Derweil zeichnete der saarländische Thekenphilosoph Max Flabbes ebenfalls ein äußerst düsteres globales Zukunftsbild. Max Flabbes sieht dürstende Biertrinker und Tabakkonsumenten überall vor den Tankstellen zu Grunde gehen. "Vom Nikotinentzug an den Rand des Wahnsinns getrieben, werden Hunderttausende dem wohltuend nach Virgin und Burleytabaken qualmenden Auspuffen großer Geländewagen hinterher hecheln und ihr Leben am Rand der Autobahnen und Landstraßen aushauchen", so der große Thekenphilosoph. An die biertrinkende Klasse dieser Erde gerichtet sagte Max Flabbes an seiner Theke in der Saarbrücker Kneipe Zum blauen Papagei: "Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! - Die Internationale erkämpft das Pils und Weizenrecht." Flabbes warnte die abgehobene EU Komission weiter Öl ins Feuer der Biertrinker und Raucher zu gießen. Bereits heute schon stehen europaweit internationale Bier und Kippenbrigaden bereit, das Menschenrecht auf die prickelnde Krawallbrause und den freien Lungenzug zu verteidigen.

Zu einer Attacke gegen die Diktatur und den Terror der bierpolitischen Flaschen in der EU Kommission bliesen auch zahlreiche unabhängige Spitzen und Premiumtrinker der gesamten Großregion zwischen Vogesen und Ardennen. Ein Hektar Braugerste reicht völlig aus, um ein Jahr lang entweder rund 40 Menschen bis Oberkante Unterlippe mit Bier zu betanken, oder einem Auto mit durchschnittlichem Verbrauch und durchschnittlicher Kilometerleistung den Tank zu füllen. Darauf machte die radikale luxembourger Volksfront Bière sans frontières (Bier ohne Grenzen) aufmerksam. "Bier gehört zwischen Leber und Milz und nicht in den Tank", so ein vermummter Aktivist mit einer feingehopften Bierfahne. Im Namen von Bière sans frontières rief er das internationale Pilsproletariat zu spontanen Tankstellenbesetzungen auf, um den Agrospritlobbyisten der EU klar zu machen, was ihnen blüht, wenn auch nur ein einziges Braugerstekorn und eine einzige Kippe zu Agrotreibstoff destilliert wird.

Wie unterdessen bekannt wurde ruft das internationale Netzwerk gegen Agrotreibstoffe in der Großregion Saar/Lor/Lux und dem Elsaß am 11. November, am Tag des unbekannten Biertrinkers, zu Großdemonstrationen gegen die Verschleuderung von Braugerste und Tabak in Straßbourg, Metz, Saarbrücken und Luxembourg auf. In Straßbourg und Metz wird befürchtet, das sowohl elsäßer, als auch lothringische Bier und Tabakkonsumenten ihre brennenden Gauloiseskippen (dt.Gallierinnen) in den Tanks umherstehender Agrospritfresser entsorgen könnten.







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