Wegen Übergewicht der Besatzung – Deutsches U-Boot vor Borkum auf Grund gelaufen


Bildmontage: HF

07.03.08
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Doppel Whopper und Big Mac statt Eisernes Kreuz

Glosse von Claude Michael Jung

Deutschlands Soldaten sind zu dick. Sie qualmen und saufen zu viel, essen zu fett und treiben kaum Sport: Die Soldaten der Bundeswehr müssen nach Ansicht des Wehrbeauftragten Robbe ihren Fitnesszustand dringend verschlimmbessern. Auch hohe Offiziere und Politiker aller Kasten sehen in der Fettleibigkeit der Truppe eine Gefahr für die neuen imperialen Pläne Deutschlands. Fett statt fit, verschlingt auch jährlich Unsummen an finanziellen Mitteln, die sonstwo dringend benötigt werden. Die Verluste durch Fettleibigkeit der Soldaten sind ungeheuerlich.

Wie die Konditorei des Marineverköstigungsamtes in Cuxhafen mitteilt, ist in der vergangenen Woche ein U-Boot der Bundesmarine vor der Nordseeinsel Borkum auf Grund gelaufen. Grund sei, der aus der Kombüse dringende Duft des Mittagessens gewesen, der für plötzliche Bewegung auf dem Boot gesorgt hätte. Durch den unvorhergesehenen Ruck in Richtung Futtertrog des U-Bootes, sei der Rudergänger überrascht worden und hätte die Kontrolle über sich und das Boot verloren, so der Konteradmiral Hinrich Arp vom Zuckerberg, gegenüber dem Feinschmeckermagazin „Coole Wampe". Wie der Konteradmiral weiter bekannt gab, wolle die Bundesmarine abwarten, bis eine natürliche Gewichtsreduktion der Besatzung des havarierte Boots, ein auftauchen wieder ermögliche.

Derweil melden auch Heer und Luftwaffe enorme Schäden durch zu dicke Soldaten. Das Kostüm und Trachtenamt des Heeres in München ist kaum noch in der Lage Uniformen zu erweitern und denkt bereits an die Ausgabe von unkonfektionierten Doppelzentnersäcken, statt moderner Ausgehuniformen und Tarnjacken. Bei einem Manöverball seien mehr Verletzte durch abspringende Uniformknöpfe zu verzeichnen gewesen, als durch alkoholbedingte Vorfälle, berichtet der Sanitätsgefreite Neumann in der Bundeswehr-Modezeitschrift „Im bunten Rock".

Auch der Luftwaffe bescheren die Kalorienbomben schwere Sorgen. Dank einer Reihe von „fat boys" an Bord, zerbarst bei einer Trans All-Transportmaschine auf dem Leipziger Flughafen das rechte Fahrwerk unter der Last der schweren Jungs. Bei einer anderen Maschine des gleichen Typ platzten die runderneuerten Reifen, kurz nachdem die kugelrunden Wonneproppen, sich ächzend und stöhnen an Bord gewälzt hatten.

Schlimme Meldungen auch von der Bodentruppe. Täglich müssen Fahrzeuge mit gebrochenen Federn und Achsen, die dem Übergewicht der Soldaten nicht mehr gewachsen sind, aus dem Verkehr gezogen werden. Ebenso verschlingt die Erweiterung der Einstiegsluken bei Panzerfahrzeugen, die in den Einsatz kommen sollen, schwere technische und finanzielle Probleme. Zusammengebrochene Betten, geborstene Kloschüsseln und Brillen, sowie stetige Lazarettaufenthalte zum Fett absaugen strapazieren das Budget des Vereidigungsministers weit über Gebühr.

Das Streitkräftemagazin „Zappenduster" sprach mit Oberst a.D. Wilfried von Bockschuss über Deutschlands Dickmanns und die Folgen für die weltweiten Einsätze der Bundeswehr. Oberst a. D. von Bockschuss machte an erster Stelle den Motorisierungswahn bei der Truppe für das Übergewicht der Soldaten verantwortlich. Er sagte die Truppen Alexanders des Großen seien dank des langen Fußmarsches alle rank und schlank am Hindukusch angekommen. Auch die Kreuzfahrer seinen meist per pedes durch Kleinasien gestolpert und hätten kreuzfidel eine Stadt nach der anderen geplündert. „Trotzdem können Soldaten, die genauso breit wie hoch sind, den Feind einschüchtern", so der stramme Oberst a.D. Wilfried von Bockschuss und fügte an: „Die Taliban werden sich totlachen und wir werden siegen wenn der Ruf „Dickmanns to the front" endlich Gehör bei unseren Politiken findet".

Unterdessen lässt das Bundesverteidigungsministerium in einer empirischen Studie untersuchen, ob der Truppe die Puddingrationen zum Nachtisch gekürzt werden sollen. Auch verdächtigt das Bundesverteidigungministerium den General-Bonbonmeister beim Amt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz, die Truppe zu großzügig mit Pralinen und ähnlichen Dickmachern zu versorgen.

In der Kritik des Verteidigungsministeriums sind nun auch die Rekrutenwerber auf den Schulhöfen und bei den Arbeitsagenturen geraten. Sie hätten den Auftrag klar verfehlt und anstatt der Dümmsten auch die Dicksten gleich mit, für den Ehrendienst am Vaterland angeworben, vertraute Major Fritz Bückling dem Streitkräftemagazin „Zappenduster" auf Anfrage an.

Unterdessen machen sich hartnäckig Gerüchte breit, wonach das Eiserne Kreuz als Tapferkeitsorden nicht an Fettwänste verliehen werden soll. Stattdessen sollen die übergewichtigen Helden und Moppel mit dem „Big Mac" und dem „Doppel Whopper" auf dem Tablett dekoriert werden, meldet ein Obergefreiter der namentlich nicht erwähnt werden will. In typischer Obergefreitenlogik fügte der Jahrgangsschlingel an:"Unsere Jungs gehen lieber dahin wo die „Big Macs" und „Doppel Whopper" wachsen, als dorthin wo die Eisernen Kreuze im Hinterhalt liegen.

Au, den 7. März 2008







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