Die LINKE.Saar: Keine Abschaffung der Jagdsteuer – Verschärfung des Tierschutzgesetzes gefordert


Barbara Spaniol MdL

10.03.08
TopNewsTopNews, Umwelt, Saarland 

 

Saarbrücken (sk) - Anlässlich der aktuellen Diskussion über die Abschaffung der Jagdsteuer im Landkreis St. Wendel sagt die saarländische Abgeordnete der LINKEN, Barbara Spaniol: „Falls diese Steuer abgeschafft werden sollte, wäre dies ein Kniefall vor der Jägerlobby." Die Jagd sei für viele Jäger pures Freizeitvergnügen. Die Jagd würde von einigen als besonderes Privileg betrachtet werden, zu einer „Elite" zu gehören.

„Jäger bezeichnen sich gerne als diejenigen, die die Verantwortung für Tier und Natur übernehmen", sagt Spaniol. „ Doch die Praxis im Saarland sieht oft anders aus: Das Töten der Höckerschwäne an der Mosel ist ein Beispiel dafür. Auffällig ist auch, dass im Saarland sehr viele angeblich streunende Hunde und Katzen im Wald abgeschossen werden", kritisiert die Abgeordnete.

Stattdessen schlägt sie vor, die Diskussion über die Jagd im Saarland und deren Auswirkung gemeinsam mit Verbänden und Vereinen neu zu entfachen. Die Parlamentarierin der Linken ist der Überzeugung, dass die Gesetzgebung auch im Saarland endlich dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst werden muss:

„Wir fordern deshalb als Saar-Linke eine neue Debatte über die Jagd im Saarland und ihre grausamen Auswirkungen. Das Verbot des Abschusses von Schwänen, Hunden und Katzen ist längst überfällig – genauso wie ein Verbot der Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Tieren." Neben einem Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände sowie einer Verschärfung des Tierschutzgesetzes plädiert die Politikerin der Linken darüber hinaus für die Einrichtung eines Faunafonds zur Regulierung von Schadensersatzforderungen seitens der Landwirte.       

Spaniol verweist auf Erfahrungen aus Berlin: „Berlin hat vor einem Jahr die Verordnung über jagdbare Tierarten und Jagdzeiten zugunsten eines Jagdverbots für Schwäne, weitere Vogelarten und Wildtiere wie Feldhasen geändert. Diese Entscheidung ist aus Tierschutzgründen und im Sinne des Natur- und Artenschutzes der CDU-Regierung im Saarland nur wärmstens zur Nachahmung zu empfehlen."







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