Familienpolitik sorgt wieder mal für Zwist bei der LINKEN

05.03.08
TopNewsTopNews, Politik 

 

Für eine soziale Familienpolitik: Krippenausbau und Kindergrundsicherung statt Erziehungsgehalt

Berlin (sk) - „Die familienpolitischen Thesen von Christa Müller sind von einer erstaunlichen Realitätsferne geprägt. Sie verhindern weder Kinderarmut noch können sie Eltern dabei unterstützen, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Stattdessen fordert Christa Müller mit dem Erziehungsgehalt eine Rückkehr zum Mythos der westdeutschen Familienidylle der 50er Jahre.", kritisiert der Jörn Wunderlich die Forderungen von Christa Müller (familienpolitische Sprecherin Die Linke.Saar).

Der familienpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE und ehemalige Jugend- und Familienrichter in Chemnitz kritisiert weiter: Christa Müller kämpft nicht für mehr Gestaltungsspielräume für Familien, sondern gegen den Krippenausbau und für ein traditionelles Familienmodell. Mit ihrer unerträglichen Gleichstellung von Genitalverstümmelung und Krippenbetreuung redet Christa Müller das Leid von Millionen Frauen klein, die weltweit Genitalverstümmelungen erlitten haben und beleidigt Eltern und Erzieherinnen und Erzieher, die für unsere Kinder nur das Beste wollen.

Mit dieser Ablehnung öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen hat Christa Müller den familienpolitischen Konsens in der Linken aufgekündigt. Gerade im Westen Deutschlands fehlen Betreuungsangebote für Kleinkinder schmerzlich und schränken die Lebensbedingungen von Familien enorm ein. Wer gegen Krippenplätze ist, ist gegen Bildungschancen, gerade für sozial benachteiligte Kinder! Das haben mehrere aktuelle Studien belegt.

Ich distanziere mich von den Thesen und Forderungen von Frau Müller und werbe für eine Familienpolitik, die soziale Gerechtigkeit mit Geschlechtergerechtigkeit und Respekt vor allen Familienformen verbindet," so Wunderlich abschließend.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz