GIBT THOMAS THIEL ENTGÜLTIG AUF ?


Thomas Thiel

24.01.08
TopNewsTopNews, Rheinland-Pfalz 

 

Landesverband der Partei DIE LINKE.Rheinland-Pfalz versinkt im Chaos "linker" Machenschaften und undurchsichtiger Verstrickungen im Netz von Ämter- und Pöstchenpatronage

Von Jakob Reis


Thomas Thiel, ehemals Mitglied im Landesvorstand der WASG, jetziger Beisitzer im Vorstand der Landespartei hat "Die Schnauze gestrichen voll".  Beim Landesparteitag im Oktober - auf dem der Landesvorstand der Partei DIE LINKE Rheinland-Pfalz erneut gewählt werden soll - will der Dipl. Sozialpädagoge nicht mehr gegen Alexander Ulrich antreten. Er habe es satt, sich gegen Intrigen, Diffamierungen, Herabsetzungen und Unterstellungen zu wehren, die seit Bekanntgabe seiner Kandidatur im letzen Jahr sein Leben begleiten und sich ständig eine "blutige Nase" zu holen bei seinem Einsatz für die nötige Integrationsbemühungen um alle Mitglieder und um die innerparteiliche Demokratie.

Mitanlass für den beabsichtigen Rückzug waren die skandalösen Vorgänge um die konstituierende Sitzung des Landesparteirates am 19.01.2008 im Restaurant Bremerhof in der Nähe von Kaiserslautern. Gab es schon im Vorfeld diverse Ungereimtheiten um den Tagungsort  der ursprünglich in der Landeshauptstadt Mainz lokalisiert wurde, so gestaltete sich die Sitzung  am vergangenen Samstag zu einer einzigen Katastrophe im Hinblick auf die politische Kultur, den Umgang miteinander und das innerparteiliche Demokratieverständnis.

Und was die rheinland-pfälzische "Führungsriege" anhand einer PM verbreiten ließ, von wegen (ich zitiere aus dem Text): "Kommunalwahl 2009: "Das Ziel heißt 100 Mandate plus" - Landesparteirat "ein großer Erfolg" ... "Der Landesparteirat war ein großer Erfolg und ein Beweis der Geschlossenheit unserer Partei", freut sich der Landesvorsitzende und MdB Alexander Ulrich über die konzentrierte Arbeit der 49 Parteirats-Delegierten am Wochenende: "Wir haben nach ausführlicher Diskussion mit großer Mehrheit unseren Finanzplan verabschiedet und die organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunalwahl im kommenden Jahr geschaffen". "Das Ziel heißt 100 Mandate plus", bestätigt Heidi Racké, gleichberechtigte Landesvorsitzende... Mit Katrin Senger-Schäfer (Ludwigshafen), Monika Bürklin (Grünstadt) und Wilhelm Vollmann (Daun) wählte der Landesparteirat der LINKEN, das höchste beschlussfassende Gremium zwischen den Parteitagen, sein dreiköpfiges Präsidium...", sahen etliche anwesende Delegierte und Gäste völlig anders. 

Hier einige Stimmen und Reaktionen dazu: "Grauslig!!! ... - Macht weiter so, und der wilde Westen ist in RLP angekommen...  - Ich fand es gut, dass auch ein paar "Linke" da waren. Wäre ich nur bei solchen Veranstaltungen, würde ich austreten (nein, soweit bin ich noch lange nicht, also bitte nicht zu früh freuen)....-  Wenn man die knappen Mehrheiten betrachtet, mit denen ein gefügiges Parteiratspräsidium zusammengezimmert wurde, so entspricht das Ergebnis der konstituierenden Sitzung des Parteirates nicht dem Votum der Mehrheit der Mitglieder der Partei.... - Wer auf  Einhaltung der Satzung und, schlimmer noch, auf sinngemäßer Anwendung der Parteirichtlinien besteht, stört. Wer nachfragt, stört. Wer Alternativen verlangt, stört. Wer Missstände benennt, stört. Wer diskutieren möchte, stört. Wer Probleme benennt, stört und ist ein "Gegner". In das Weltbild dieser (bestenfalls) selbstverstandenen Heilsbringer passt kein wirklich demokratisches Verlangen. Und in den Kram eines Klüngels, der sich untereinander die Pöstchen und Posten zuschachert, schon gar nicht..."

Der Kommentar eines Mitglieds bei der anschließenden Aufarbeitung der Vorgänge in Kaiserslautern und der oben genannten PM bringt das Trauerspiel auf den Punkt, denn hier wurde einmal mehr: (Zitat) "...der Parteiöffentlichkeit den zutiefst apolitischen Charakter weiter Teile der Landespartei und ihrer Führungsriege ungeschminkt präsentiert..."

Inzwischen ist der schon während der ominösen Sitzung mündlich angekündigt Rücktritt des fast kompletten geschäftsführenden Vorstandes aus dem Kreisverband Trier auch schriftlich erfolgt.

Bleibt es bei diesem Entschluss von Thomas Thiel - der der Integrativen Linken RLP zugerechnet wird - verlieren die oppositionellen Kräfte im Landesverband nicht nur einen wichtigen  Hoffnungsträger, sondern auch eine Persönlichkeit die in der Lage wäre den Landesverband geschlossen und effizient in die anstehenden Wahlenkämpfe zu führen.







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