Erfolgreiche Solidarität gegen Abmahnungen bei Risse+Wilke


09.12.07
TopNewsTopNews, Wirtschaft 

 

Das Verfahren vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm, in dem der Betriebsrat und IG Metall Vertrauenskörpervorsitzende Thilo Krüger gegen eine Abmahnung im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Rente mit 67 klagte, endete mit einem Vergleich. Das Gericht stellte fest, dass das Koalitionsrecht ein geschütztes Recht ist und dass die Abmahnung der Geschäftsführung von Risse+Wilke dies nicht  beachtet und Formfehler hat. Gleichzeitig erklärte das Gericht, dass eine 40-minütige Arbeitsniederlegung nicht unbedingt vom Koalitionsrecht gedeckt ist. Risse+Wilke erklärte, dass sie kein Interesse an einer weiteren Auseinandersetzung haben und schlug vor, die Abmahnung am 31.12. aus der Personalakte zu entfernen. Das lehnte Thilo Krüger ab, weil er damit im Grunde die Rechtmäßigkeit der Abmahnung akzeptiert. Das Landesarbeitsgericht machte dann den Vorschlag, die Abmahnung am 31.12. aus der Personalakte zu entfernen bei Aufrechterhaltung der eingenommenen Rechtsauffassungen. Thilo Krüger akzeptierte diesen Vorschlag, weil er weiter seine Rechtsauffassung vertreten kann, dass es gewerkschaftliches Recht ist im Betrieb gegen die Rente mit 67 zu protestieren und auch, dass er als Betriebsrat seine Kollegen darüber informieren kann. Risse+Wilke wollte den Vergleich wohl deshalb, weil ihnen die Öffentlichkeitsarbeit des Solidaritätskreises schwer zugesetzt hat und eine breite Solidarität im Betrieb bei Risse+Wilke, in den Gewerkschaften im Märkischen Kreis und darüber hinaus entstanden ist. Der Solidaritätskreis freut sich über diesen Erfolg. Auch darüber, dass Risse+Wilke schon im Vorfeld erklärt hat, die Abmahnungen der anderen vier Betriebsräte Ende des Jahres aus den Personalakten zu entfernen. Das ist ohne die erfolgreiche Arbeit des Solidaritätskreises nicht zu erklären.







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