Was kann der Sarrazin dafür, dass er nicht kochen kann?


Bildmontage: HF

12.02.08
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Die Blamage eines Finanzpolitikers in der Hartz IV-Küche und am Taschenrechner

ein Kommentar von Brigitte Vallenthin
zum “Hartz-IV-Menü à la Sarrazin“ in: Die Welt vom 08. Februar

Muss ein Berliner Finanzsenator kochen können? – Nein, würd’ ihm aber nichts schaden!
Muss einer in diesem Amt rechnen können? – Ja, dafür wird er ja bezahlt!
Muss ein Politiker die Menschenwürde – auch von Hartz IV-Betroffenen – achten?
– Unbedingt, denn das steht im Grundgesetz, auf das er einen Eid schwor!
Und was denkt die Volksseele, wenn so einer in allen drei Disziplinen versagt? –
Ganz einfach: der soll seinen Job an den Nagel hängen!

Ganz anders der betroffene Politiker: Der hält sich für berufen, dem Volke zu sagen, was es kochen und wie viel Geld es dafür ausgeben soll. Und als getreuer Parteigenosse hat er natürlich – weil er den Leuten Wahlkampf für Wahlkampf was von sozialer Gerechtigkeit erzählt – ganz besonders ein Herz für die im Volke, die arm dran sind, genannt Hartz IV-ler. Dafür nimmt er ausreichend Gammelfleisch-Verdächtiges, nicht zu wenig fades Fließbandfutter, ein paar Supermarktpreise aus dem vorigen Jahr, vergisst mal eben die DGE-Empfehlung von 5 x Obst und Gemüse sowie reichlich Getränken und schlägt das mit einer ordentlichen Prise Ignoranz und einem teuren Fotografen zu einer schick bebilderten PR-Kampagne schaumig auf.

Wird er sein Ziel erreichen, bei Hartz IV noch mehr einzusparen? Wohl kaum. Denn an diesem harten Reform-Brocken haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen.







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