Kundgebung: FRANKFURT BOOMT - DIE ARMUT AUCH


12.11.07
TopNewsTopNews, Bewegungen 

 

Am Samstag, den 17. November 2007, um 15.00 Uhr, Römerberg, Frankfurt

Die Veranstalter fordern: Deutliche Erhöhung der Hartz IV-Sätze! - Kostenfreie öffentliche Gesundheitsversorgung - Spürbare Erhöhung der Renten! - Rücknahme Renteneintrittsalter 67 Jahre! - Kostenfreie Bildung für alle!

Kulturprogramm mit Erich Schaffner und zahlreiche Informations-Stände

Redner: Walter Ofer, Sozialverband VdK, Kreisverband Ffm., - Lukas Schwarzfeld, StadtschülerInnenrat, Rainer Roth, Rhein-Main-Bündnis, Willy van Ooyen, Friedenswerkstatt,

Aus dem Aufruf: "Während Frankfurts Konzerne auch in diesem Jahr wieder Milliardengewinne eingefahren haben und durch die Senkung der Gewerbesteuer mit jährlich bis zu 100 Millionen Euro zusätzlich beschenkt werden, wächst die Armut in unserer reichen Stadt bedrohlich! Die Schere zwischen Arm und Reich wird in Frankfurt immer größer. Während die Unternehmensgewinne weiter explodieren und die Lebensmittel- und Energiepreise drastisch steigen, sind die durchschnittlichen Löhne so niedrig wie vor 20 Jahren. Hartz IV betrifft nicht nur Langzeitarbeitslose, sondern auch Rentnerinnen und Rentner, Kinder und Familien und alle Lohnabhängigen.

Nach jahrelangen Nullrunden ist die aktuelle "Rentenerhöhung" um 0,54 % nur eine weitere Rentenkürzung. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Frankfurt können von ihrer Rente nicht mehr leben. Hohe Mieten und Nebenkosten fressen die halbe Rente. Deshalb sieht man schon zur Monatsmitte viele Senioren in den Frankfurter Suppenküchen, weil deren Rente nicht mehr fürs tägliche Essen reicht. Und Dank der Hartz-"Reformen" wird immer weniger in die Rentenkasse eingezahlt. Die Folge: weitere Rentenkürzungen. Die Ausdehnung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist ebenfalls nichts Anderes als eine Rentenkürzung.

Jedes vierte Frankfurter Kind lebt inzwischen von Hartz IV. Die Kinderarmut wächst. Die Regelsätze für Schulkinder und damit auch die Beträge für Ernährung sind mit Hartz IV sogar gesenkt worden. Kosten für Lehr- und Lernmittel werden nicht mehr bezahlt. Ausgegrenzt von ausgewogener, gesunder Ernährung und zufriedenstellender gesellschaftlicher Teilhabe sinken auch ihre Bildungschancen. Es ist absolut unerträglich, dass in dieser reichen Stadt Kinder hungern müssen.

Mittlerweile leben rund 70.000 Menschen in Frankfurt von Hartz IV. Das sind 11% der Frankfurter Bevölkerung. Darunter 8.000 Menschen, die trotz Arbeit so wenig verdienen, dass sie ergänzendes ALG II beantragen müssen. Tendenz weiter steigend. Durch die Zunahme bei den Mini-, Zeitarbeit- und Ein-Euro-Jobs, sind die Beschäftigten erpressbar geworden. Ihr Arbeitsdruck wird immer höher, während gleichzeitig Löhne gekürzt und Weihnachts- und Ur-laubsgeld gestrichen werden. Trotz all dieser Zugeständnisse der Beschäftigten drohen ihnen weiter Massenentlassungen.

Es ist Zeit, Protest auch öffentlich zu zeigen.

Nichts muss bleiben, so wie es ist!"


VON: CMJ






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz