Glosse: Wird Andrea Ypsilanti die Cleopatra des 21. Jahrhunderts?


Bildmontage: HF

04.03.08
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„Und bist Du nicht willig, so heiratest Du den brutalst möglichen Koch"

Von Claude Michael Jung

Politische Ehen kennen wir schon aus der Antike. Da wurde so manche Prinzessin und mancher holde Prinz mal schnell über die Stammesgrenze hinweg zwangsverheiratet, zur Sicherung von Mamas oder Papas Vorteilen. Hin und wieder ging die politische Ehe auch mal gründlich daneben. So endeten die politischen Kunstgriffe der ägyptischen Königin Cleopatra etwas tragisch, jedoch belebend für die Weltliteratur und die Filmstudios in Hollywood. Wie wir aus dem Nibelungenlied her kennen, brachte die, an König Attilas Hof verschacherte Krimhild halb Europa um die Ecke, angeblich um sich für den politisch motivierten Mord an ihrem geliebten Gatten Siegfried zu rächen.

In der modernen Zeit dagegen sind politische Ehen eher unspektakulär. Sie sind Ehen auf Zeit, wie das ja auch schon eine CSU Landrätin aus Fürth so, oder so ähnlich, mal gefordert hat. Kein Politprinz wird heute noch seiner mehr, oder minder Angebeteten ein Taj Mahal bauen, wie diese der indische Großmogul Shah Jahan 1631 zum Gedenken an seine Hauptfrau getan hat.

Bis gestern noch warb Hessens SPD-Prinzessin Andrea Ypsilanti gar heftig um die Gunst der liberalen FDP, um das Zepter des Bundeslandes in die Hand zu bekommen. Viele hielten den Flirt der SPD-Prinzesin Andrea allerdings für zu heftig und meinten, es ginge dabei zu, wie im Rotlichtmilieu. Der, mit allen Verführungskünsten umworbene FDP-Landesprinz Jörg-Uwe Hahn, verschmähte die holde Andrea, ja er soll sogar die Werbung des SPD-Rotkäppchens als lästig und aufdringlich empfunden haben.

Auf den guten Rat von Onkel Kurt, der bärtigen Sozen-Majestät mit beschränkter Haftung, mag das zickige Rotkäppchen Andrea nur widerwillig hören. Der hat ihr geraten, sich doch wenigstens mal Prinz Willy van Oyen vom Stamm der roten Socken anzusehen. Der währe für einen flotten Dreier mit den Sozis und den Grünen bereit. „Und bist Du nicht willig, so heiratest Du den brutalst möglichen Koch und der macht Dich garantiert zum Rumpelstilzchen", soll Onkel Kurt seinem Rotkäppchen noch mit erhobenem Zeigefinger zugeraunt haben, bevor ihn die Grippe niederstrecken konnte.

Eigentlich sind Zwangsehen in diesem Land ja verboten, dies gilt allerdings nicht für die Politik. Hier bestimmt die jeweilige Gemengelage, oder besser der mysteriöse „Wählerwille" wer wem, an die politische Wäsche geht. Rotkäppchen Andrea Ypsilanti muss jedenfalls für ihre kommenden Lach und Sachgeschichten den roten Prinzen Willy van Oyen an sich rumfummeln lassen, damit der ihre Eskapaden toleriert. Ob Rotkäppchen Andrea nach dem ersten flotten Dreier in Hessen endet wie Cleopatra, oder ein Gemetzel wie einst Krimhild anzettelt, dürfte jedenfalls vom Unterhaltungswert her nicht zu verachten sein.

Au, den 4. März 2008







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