Zukunft statt Kohle!


18.06.08
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Aktionsbündnis warnt Regierung vor klimapolitischer Sackgasse

Mit einer Sackgasse aus Kohlesäcken warnt das Bündnis „Zukunft statt Kohle!" die Bundesregierung vor den klimapolitischen Folgen einer weiteren Generation konventioneller Kohlekraftwerke. Aktivisten entrollten heute vor dem Kanzleramt in Berlin den Schriftzug „Zukunft statt Kohle!" – gebildet aus den Namen der mehr als 12.600 Unterzeichner/innen eines Online-Appells (http://www.zukunftstattkohle.de ). Die Aktion fand anlässlich der Beratungen des „Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm" (IEKP) im Bundeskabinett statt.

„Mit dem Bau von über 20 Kohlekraftwerken würden sämtliche Anstrengungen der Bundesregierung zum Klimaschutz Makulatur. Setzt die Regierung weiter auf Kohle, manövriert sie sich in eine klimapolitische Sackgasse", befürchtet Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact. „Jetzt muss die Bundesregierung mit einer Pflicht zur effizienten Verbrennung fossiler Rohstoffe dem Bau von Kohlekraftwerken eine wirksame Hürde entgegensetzen."

„In den geplanten Kraftwerken wird Kohle völlig ineffizient verbrannt und mehr als die Hälfte der in ihr enthaltenen Energie ungenutzt als Abwärme verschwendet. Eine solch rückschrittliche Technologie können wir uns nicht leisten", so Gerd Rosenkranz von der DUH. Das Aktionsbündnis fordert eine Änderung des Anlagenzulassungsrechts, nach der neue Kraftwerke mindestens 58 Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie zur Stromerzeugung nutzen müssen – so wie dies bereits in modernen Gas-Kraftwerken Stand der Technik ist. Zusätzlich soll die Abwärme als Heizenergie zur Verfügung gestellt werden (Kraft-Wärme-Kopplung).

Nach Einschätzung der Organisationen steht Deutschland vor einer klimapolitischen Grundsatzentscheidung. „Setzen sich in den nächsten Monaten die Konzerne durch, dann wird für die nächsten 40 bis 50 Jahre eine veraltete und ineffiziente Stromproduktion zementiert", so Toralf Staud von Wir-Klimaretter.de. „Dabei besteht mit Energieeinsparung, modernen Gas-Kraftwerke und erneuerbaren Energien kein Mangel an Alternativen."







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