Beckstein und Huber sehen Bayern der roten Abstiegsgefahr ausgesetzt

21.07.08
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Demnächst neue Grußformel in Bayern erwartet - „Grüß Gott Genossinnen und Genossen“

Von Claude Michael Jung

Gar düster waren die Warnungen vor einem Machtwechsel in Bayern auf dem Nürnberger CSU Großkampftag. Obwohl keine Hexe wie Gabriele Pauli den Abgang der blau weißen CSU-Herrlichkeit von der Macht forderte, war den rund 1000 christlich sozialen Delegierten auf ihrem Parteitag in Nürnberg deutlich die Angst vor einem Wahldebakel am 28. September anzumerken. Zum Abschluss des Parteitages in Nürnberg forderte CSU-Trainer Erwin Huber einen leidenschaftlichen Wahlkampf. "Wenn wir nicht den Regierungsauftrag bekommen, wird Bayern in wenigen Jahren abgestürzt sein“, so der Prophet Erwin (Huber) zu seinen Jüngern.

Nach einer aktuellen Umfrage des Emnid-Instituts für die "Bild am Sonntag" wird die Landtagswahl für die CSU zur Zitterpartie ohne Verlängerung. DIE LINKE nimmt Anlauf den entscheidenden Elfmeter im Kasten der blau weißen Macht an der Isar knallhart zu versenken. Das Menethekel stabiler Umfragen sieht die rote Gefahr derzeit bei fünf Prozent plus X und damit das Alb-Dream-Team Huber-Beckstein auf dem Schleudersitz der CSU Parteispitze mittels eines red Goals zum Abschuss freigegeben.

Das Linke Ziel für Bavarias Zukunft ist eindeutig. Fünf plus X für DIE LINKE. 50 minus X für die CSU, so der stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN Klaus Ernst. Ernst prophezeit für den Wahlkampf ein hartes Ringen um den Verlust der absoluten Mehrheit für die CSU. Das verspricht im Freistaat eine Verlängerung des Sommerlochs mit allen Mitteln.

Die Schlammschlacht um die Frage, ob die CSU am Wahlabend nur noch eine regionale Filiale des bundesweiten Merkel-Konzerns ist, wird mit Sicherheit noch bis zum großen Finale für beste Unterhaltung in den Medien sorgen. Ob die Auswahl der Sonderangebote, wie die Rückkehr zur Pendlerpauschale im CSU-Gemischtwarenladen, künftig von den Kommissionierern an der Spree zusammengestellt wird, bereitet Bayerns Trainern ebenso große Kopfschmerzen, wie die Frage ob Franz Josef Strauß bei einem Wahldebakel zurückkommt und Rechenschaft von seinen ungeliebten Nachfolgern fordert. Ein Spötter hatte erst kürzlich behauptet, der Engel Franz Josef wolle sich rächen für die Pfändung seiner Gruft durch den Freistaat im Zusammenhang mit der Steuerhinterziehungsaffäire um seinen Filius Max.

Die heiße Phase des Fingerhakelns um die Wählergunst in Bayern ist also eröffnet. Die CSU Wahlstrategen werden wohl erneut die alten Keulen aus der Mottenkiste holen, um Bayern vor dem Kommunismus zu retten. Eine ausländerfeindliche Bierzeltkampagne, sowie die Unterwanderung des Freistaats durch alte Stasi-Seilschaften, werden dabei wieder ganz oben stehen. Die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien, vornweg die Brauereien, sowie die Tatsache, dass nie wieder ein Bayer zum Papst gewählt wird, falls DIE LINKE ins hohe Haus der CSU-Demokratie einzieht, wird das Wahlspektakel ebenso bereichern, wie die Warnung vor einem Exodus der bayrischen Automobilindustrie nach Unterägypten oder Obervolta, falls DIE LINKE den parlamentarischen Supergau schafft.

Die Wahlkampf-Gaudi in Bayern wird einen ersten Vorgeschmack auf das Superwahljahr 2009 liefern. Die Schlammschlacht ist eröffnet. Der erste Akt der Wahlkampf-Gaudi wird von den Wählerinnen und Wählern Bayerns geschrieben und es sieht ganz nach einer CSU Tragikkomödie aus. Alleine schon der Einzug der Linken in den bayrischen Landtag, begleitet von den langen Gesichtern der christlich sozialen Hauptdarsteller wird den CSU-Staat verändern. Auf geht's Maderl un Buan, macht der ganzen Republik eine echte Freude, lasst euch vom CSU Landtagspräsidenten mit schmerzverzerrtem Gesicht zurufen: „Grüß Gott Genossinnen und Genossen, willkommen im Landtag“.







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