Leserbrief von Hans Reinecker an Herr Elvers

13.01.12
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Sehr geehrter Herr Elvers,
ein sehr interessanter Beitrag. Leider kommen die alternativen Vorschläge zur Gestaltung einer nicht-kapitalistischen Realwirtschaft zu kurz.
Ausgangspunkt kann nur sein, die Selbstbestimmung der Völker über ihre eigenen Angelegenheiten, eine notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzung für eine nicht-kapitalistische Wirtschaft.
Dazu gehörte, die Selbstbestimmung über die herausgegebenen Tauschmittel im eigenen Land und die Selbstverwaltung dieser (einschließlich auch der Wertaufbewahrungsfunktion der Tauschmittel).
Leider fürchte ich, daß die ganze Kapitalismusdiskussion daran krankt, daß keine eindeutige Definition desselben vorliegt. Dabei ist es prinzipiell einfach. Es handelt sich um das Schuldgeld-Kredit-Zinssystem, welches dazu noch, verschärft, auf deren privater Verfügungsgewalt beruht (z.B. FED).
Die Behauptung "Ohne Geld keine Finanzkrise" schüttet das Kind mit dem Bade aus. Richtig muß es heißen, ohne private Geldschöpfung und ohne privaten Dauerabzug erarbeiteter Realwerte mittels des Zinssystems, keine Finanzkrise.

Forderung Abschaffung des Geldes: Die Realwirtschaft benötigt ein Tauschmittel, das man natürlich auch Boni oder anders nennen kann. Alleinige Bartergeschäfte (z.B.China) können zwar im internationalen Austausch auch reine Tauschmittel ersetzen, aber nicht die Tauschmittel, Zirkulations- und Wertaufbewahrungsfunktion innerhalb der Realwirtschaften unabhängiger Völker.

Mit freudlichen Grüßen
Hans Reinecker


VON: HANS REINECKER


Das Ende des Kapitalismus - und was kommt danach?  - 07-01-12 20:41




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