Leserbrief von Joachim Voigt zu Anne Seeck vom 13.09.2011

15.09.11
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Das ist ja 'mal eine neue Artikelform: Die Übertragung der aus der Literatur bekannten "Bewusstseinsstrom-Schreibe (streams-of-conciousness-writing) auf eine politische Analyse (?). In freier Assoziation wird zwischen eigenen Einschätzungen, aus dem Zusammenhang gerissener Zitate und -natürlich, ganz wichtig, wegen der "Unmittelbarkeit" - eigener Erfahrung, hin- und hergesprungen, mit einem sehr mäßig erkennbaren Faden.

Durch die Zitate soll den eigenen Erfahrungen und Einschätzungen so eine Art Gütesiegel "proofed by theory" verpasst werden, möglicherweise wähnt sich die Verfassern sogar in dem kindischen Selbstmissverständnis hier Theorie und Praxis solide verknüpft zu haben. Die reichlich missglückte Textbausteincollage muss dann dafür herhalten, noch einmal kräftig in stereotyper Manier des journalistischen mainstreams auf Teile der Linken, die verbohrten Immer-noch-Stasis im Osten und die fundamentalistischen K-Sektierer im Westen, die sich in die Partei eingeschlichen haben, um diese feindlich zu übernehmen, einzuschlagen.
Und natürlich, das darf auf keinen Fall fehlen: tätäretää:
die vierhundertfünfundsechzigste Verurteilung der 'junge welt'. In ihrem Eifer ist der Autorin dieser Textbausteincollage irgendwie entgangen, dass der Aufruf der Mauer-Empörten noch immer mit unter 500 Unterschriften vor sich hindümpelt und dass bei der größmäulig von Salz e.V. hier angekündigten Debatte sich von den 14 Unterzeichnern keiner finden will, der zu einer Debatte bereit wäre.




VON: JOACHIM VOIGT


Revolutionäres Denken - in der Krise? Nach der Krise? - 13-09-11 23:40




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