Leserbrief von Jochim Voigt zur Stellungnahme der KPF Aachen/Köln

21.08.11
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Mit dieser Stellungnahme kommen wir der Wahrheit schon ein gutes Stück näher, welche Strömung hier eigentlich geschichtsvergessen ist, was auf Lafontaines-Linke leichtfertig der 'jungen welt' unterstellt wurde.

Die Bigotterie und Geschichtsvergessenheit der Mauer-Empörten ist schwer erträglich. Es ist eben nicht so, dass diese von Menschenfeinden errichtet und von Menschenfreunden abgebaut wurde. Vielmehr lagen ihrer Errichtung Machtinteressen zugrunde und ihrem Abbau ebenfalls, zum erheblichen Teil sogar sehr ähnliche. Was sich geändert hatte, war die historisch-konkrete Situation und die ihr entspringende Artikulation dieser Interessen.

Was Gysi, bei allem Respekt für wirklich langjährige amnerkenneswerte Arbeit für DIE LINKE zur Zeit reitet, weiß ich nicht. Er macht sich nur noch zum Deppen der mainstream-Medien und steht immer noch "als stolzer Deutscher" Arm in Arm mit Broder auf dessen Homepage;  d a s  ist geschmack- und würdelos und hätte ich mir schon längst verbeten.

Die ebenso verdiente Luc Jochimsen, die eine würdige Bundespräsidentin-Kandiatin war, zählt jetzt auf ihrer Homepage wie ein Schulmädchen, das ein Fleißkärtchen will, brav alle Zeitungen auf, die ihre Distanzierung zur jungen Welt brachten und lechzt danach, dass nun bitte, bitte die Thüringer Zeitung sich doch anschließe.

Bartsch gibt heute beim swr2 zu bedenken, dass doch Streitigkeiten erst in der Partei zu klären sind anstatt in der Medienöffentlichkeit und empfiehlt gleichzeitig der Genossin Linke und anderen in diesem Interview über einen Parteiaustritt nachzudenken; wie verkommen und verlogen muss man eigentlich sein, um sowas, ohne zu kotzen, abzusondern?

Das FDS uns Ema.LI bolzt hier großmäulig rum und nach einer Woche spektakulärer PR sind bis jetzt 413 Unterschriften auf ihrer Liste, davon einige anonyme (anscheinend findet man feiges Denunziantentum in diesen Kreisen sexy) und auch bekennende Nicht-Mitglieder, also gut 5 Promille der Linken-Mitgliedschaft; sind alle anderen Mauerempörten noch nicht aus ihrer Ohnmacht nach dem Gewahrwerden der 'junge welt' - Satire zu Kräften gekommen und ist das Thema plötzlich nicht mehr soooo wichtig?

Das darf alles überhaupt nicht wahr sein. Und um des Parteifriedens willen hatte S. Wahrenknecht auf eine Kandidatur zur Vize-Fraktionsvorsitzenden verzichtet, da haben wir ja mit Bartsch einen tollen Vertreter bekommen, der offenbar weiß, wie man das gut gestartete LINKE-Projekt zielgerichtet gegen die Wand fährt und mit ihr die Paus, Sittes und Konsorten.

joachim-voigt.de

HERRSCHAFT/1618: Unverzeihlicher Angriff auf Staatsräson - arrivierte Linke gegen "junge Welt" (SB)
http://www.schattenblick.de/infopool/politik/kommen/herr1618.html

 



KPF Aachen/Köln zu den Attacken des konservativen Flügels der Partei Die Linke gegen die "junge welt"  - 20-08-11 18:16




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