Zum Afghanistaneinsatz

02.02.08
LeserbriefeLeserbriefe 

 

In den vergangenen Tagen mussten wir uns damit auseinandersetzen, dass unsere Soldaten im Norden Afghanistans in Kampfeinsätze geschickt werden sollen. Das war so nicht mit der Bevölkerung diskutiert und stößt auch bei bisherigen Einsatzbeführwortern auf deutlichen Widerspruch.

1.2.o8 8 Uhr,
wurde in den Nachrichten von einer ungewöhnlich scharfen Aufforderung der USA gesprochen, deutsche Soldaten auch im Süden Afghanistans einzusetzen.
1.2.o8 10 Uhr,
war in den Nachrichten die Formulierung "ungewöhnlich scharf " schon nicht mehr zu hören.
1.2.o8 14 Uhr,
wurden Außenminister Steinmeier und Verteidigungsminister Jung mit der Aussage zitiert: Deutsche Soldaten werden weiterhin nur im Norden eingesetzt.

Da sind wir doch alle ganz erleichtert, dass sich unsere Politiker so schnell und konsequent vor unsere Soldaten stellen und merken es nicht!
Was merken wir nicht ?
Noch Gestern haben wir etwas befürchtet, was uns heute schon beruhigt.
Unsre Jungs bleiben im Norden!

Aber das reicht diesen durgeknallten Kriegstreiber noch nicht. Sie geben nicht auf und legen nach.

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
Eine Methode mit der schon die Mauern Karthagos zum Einsturz gebracht wurden. Wir sollen, mit solchen Nachrichten von den "ungleichen Belastungen" weich geklopft werden, bis wir "gerechtigkeitshalber" bereit sind auch tote Söhne in größerem Umfang zu akzeptieren.
Die Medien verschweigen unsere Verletzten und Toten weitgehend, aber hängen das Traumatisierungsproblem so hoch, dass an den Stammtischen schon gelästert wird. Nach dem Motto: Die "Natopartner" verteidigen auch unsere Freiheit am Hindukusch. Während sie Tode zu beklagen haben, jammern wir über psychische Störungen der Heimkehrer.
Dass Amerika einen nicht gewinnbaren Rambofeldzug durchführt, in dem zivile Opfer nach wie vor als Kolateralschäden bezeichnet werden, fällt unter den Tisch. Amerika braucht (außer der Mopo vielleicht) nicht ein einziges deutsches Medium zu fürchten.
Nibelungentreue ist wieder angesagt und darin sind wir unbelehrbar gut.
Wer wie ich, mit ganzem Herzen seinen Sohn großgezogen hat, von der Geburt übers Zähne kriegen bis zum ersten Liebeskummer, der muss sich jetzt zu wehren beginnen, sonnst machen sie unsere Kinder zum Kanonenfutter ihrer hirnlosen Machtpolitik.
Krieg war, ist und bleibt immer das falsche Mittel!
Der tödliche Ernst dieser Frage wird noch immer verdrängt.
Auch wenn einige von Euch denken, ja ja der Paul Sachse tönt mal wieder!
Bei dieser Frage geht es im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod unserer Kinder!
Mein Sohn ist zum Glück Kriegsdienstverweigerer, aber die Verfallszeit unserer Vefassungrechte hat, durch Politiker fast aller Parteien, bereits deutliche Grenzen erhalten.
Was ich nun sage gilt vor allem den Sesselfurzern und Kriegstreibern in Berlin,
und ich sage es in aller Ruhe und mit bedacht, meinen Sohn, bekommen die nur über meine Leiche!
PS
Viele Grüße an die Schnüffelnasen vom VS
Dieser Brief geht an alle Parteien im Bundestag
An alle Mitglieder des Verteitigungsausschusses im Bundestag
An den Botschafter der USA in Berlin
An alle Europäischen Vertretungen in Berlin
An die Medien in dieser Republik


VON: PAUL SACHSE






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