Leserbrief von Holger Müller zu "Solidarität mit dem syrischen Volk"

06.09.13
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Hallo Allerseits!
Nahezu fassungslos habe ich den oben genannten Artikel gelesen.
Wie können Organisationen, die sich "Sozialistisches Netzwerk" bzw. "Sozialistischer Widerstand" nennen solch ungeheuerliche Forderungen vertreten?
Schwere Waffen in der Hand der sogenannten "Rebellen", welche mittlerweile aus fast 100 unterschiedlichen Splittergruppen und auch untereinander rivalisierenden Clans bestehen, hieße Öl ins Feuer zu gießen und den Krieg künstlich am Leben zu halten.

Durch Saudi Arabien und Katar, von westlichen Interessen getrieben, werden die Terrorgruppen im Land schon "bestens versorgt". Wie sonst ist es zu erklären, dass dem Syrischen Militär so vehement zugesetzt werden konnte? Beobachter sprechen von bis zu 2000 zerstörten gepanzerten Fahrzeugen...

Und wer will die geforderten schweren Waffen kontrollieren? Und welchen Zweck sollen diese haben, außer noch mehr Menschen das Leben zu kosten?

Auch wenn die Autoren hier halbherzig versuchen, sich von den extremen, islamistischen Terroristen abzugrenzen, so dient ihr Wunsch nach tödlicheren und effektiveren Waffen nur dem Wunsch, noch mehr Leiden, Zerstörung und Tod in diese fragile Region zu bringen.

Wird von den (selbsternannten) Sozialisten hier denn bedacht, dass eine Ausweitung hin zu schwerem Kriegsgerät selbstverständlicher Weise zu noch größerer Unterstützungsbereitschaft seitens Russlands und des Irans führen würde?
Will man den Stellvertreterkrieg, welcher hier zweifelsfrei schon geführt wird, noch weiter ausbauen und damit die gesamte Region destabilisieren?

Mit den Zielen des internationalen Sozialismus ist dies in keinster Weise zu vereinbaren.

Und einen Hinweis an die Redaktion möchte ich mir hier erlauben:
Dieser kriegshetzende Artikel ist weder "links" noch "scharf links"!

Holger Müller




Zum Beitrag von Holger Müller zu "Solidarität mit dem syrischen Volk" - 14-09-13 20:45




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