Ich kann Natascha Bingenheimer und Henry Schmidt nur bedingt folgen. Es ist sicherlich richtig, daß die Gefahr besteht, daß nach Oskar ein Machtvakuum entsteht, aber IMHO gibt es keine Alternative. Oskar's Aufgabe ist noch nicht vollendet: Die Präsenz der LINKEN in allen Landesparlamenten. Man sieht den Unterschied deutlich: die Hessische LINKe hat noch kein über Jahre bekanntes Gesicht. Van Oooyen macht seine Sache nicht allzuschlecht. Aber man merkt schon den Unterschied zu Niedersachsen, wo der LV unter Dieter Dehm flächendeckend großstädtische Ergebnisse erzielt. In HH und Bremen gibt es ein städtisches Linkes Millieu, auf das man aufbaut. In NRW kann man auf proletarisches Bewußtsein setzen und wird Erfolg haben. Sarah wird dazu beitragen. In Bayern fehlt das alles und es gab auch keinen Einzug in den Landtag - Dieses Mal. Das Saarland läßt dank Oskar alle Westverbände hinter sich. Es gibt niemanden in der LINKEN, der diese historische Aufgabe aus biographischen Gründen erfüllen kann. Und es wäre dumm als LINKE Partei darauf zu verzichten. Natürlich wird eine Nachfolge schwierig, aber erst einmal sollte man dafür sorgen, daß es überhaupt etwas gibt, das eine Nachfolge benötigt. Oskar als ständige Spitze und "geliebter Führer" (eure Karikatur) ist IMHO deshalb zwar die schlechteste aller Möglichkeiten, aber eben auch die einzige und man kann bei allen patriarchalen Defiziten nicht sagen, daß er den Job schlecht macht und nicht versucht die Strömungen zu einen. Es sollte darauf geachtet werden, daß DIE LINKE in den Ländern so stark ist, daß sie den Dämpfer nach Oskar wegstecken kann, ohne zu kollabieren. Und das heißt starke Landtagsfraktionen im Westen und eine starke Mitgliederbasis. Bevor man das erbe veteilt, sollte man dafür sorgen, daß es ein etwas zu Erben gibt. Angst um dne Kurs der Partei sollte man vor allem wegen einigen DGB-Bürokraten und "Ost-Fürsten" haben, nicht wegen Oskar. Oskar wurde noch nicht auf zionistischen Jubelparaden gesehen.
Danke, Oskar! Für alles, und bleib uns noch lange erhalten.
Gruß
Chris Sedlmair, Dachau