Leserbrief von Sascha Scharf zu DIE LINKE. und häusliche Gewalt: Der Täter kann bleiben

15.02.11
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

Fritz U. ist wohl (Achtung: Ironie!) mit mehr als einem blauen Auge davongekommen.
Wie erklärt es sich sonst, daß die Bundesschiedskommision
mich als Verfahrensbeteiligten des Vorstandes Die Linke Oberberg nur als Zeuge zugelassen hat, mich aus dem Verhandlungsraum zu schicken, um uns Belastungszeugen dann nicht einmal anzuhören.
500km von Dortmund nach Berlin und 500km zurück, vielen Dank!
Wieso reicht es nicht aus, Fritz U. beim Wort zu nehmen und sein eigenes Eingeständnis, seine Frau geschlagen zu haben um Ihn auszuschließen?
Wirklich Unschuldsvermutung?
Warum fehlt der Bundesschiedskommission der gesunde Menschenverstand, wenn Fritz U. behauptet, er kenne die Fotos nicht, auf denen seine Frau schwer mißhandelt zu erkennen ist? Hat sie sich die Mißhandlungen aufgemalt, oder hätte Fritz U. nicht auch ohne Fotos erkennen müssen, das seine Frau hier physisch attackiert worden ist? Solche Verletzungen kommen und gehen ja schließlich nicht über Nacht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Auf meine Frage hin,warum ich als wichtiger Zeuge nicht gehört wurde, erhielt ich im schroffen Ton die Antwort: "Diese Antwort holst Du Dir bitte von den Verfahrensbeteiligten; s.o.)
Zum besseren Verständnis: Ich bin/war Fritz U. ´s Hauptbelastungszeuge. Ich war derjenige, der seine Frau (und seine 2 Kinder) aus widerlichsten Umständen aus Ihrem "Käfig" geholt hat. Seine Frau hat danach mehrere Wochen bei mir und meiner Familie gewohnt, bis wir für sie eine neue Wohnung gefunden haben.
Nahezu sämtliche GenossInnen der Basisorganisation Radevormwald haben Frau U. in dieser schwierigen Situation geholfen, sei es beim Ämterbesuch oder bei der Renovierung der neuen Wohnung.
Genau diese Genossen haben, ebenso wie ich, den Glauben und das Vertrauen
in diese Partei verloren. Ein Fritz U., der seine Familie so behandelt, kann für uns kein Genosse sein.
Allein aus Radevormwald werden (einschließlich Fritz U. ´s Noch-Frau, der ein weiterer Verbleib nicht zuzumuten ist) meines Wissens nach allein 7 Personen aus der Partei austreten, 2 weitere überlegen, den Kreisverband zu wechseln. Die Zahl dürfte, wenn man den Kreisverband Oberberg als Maßstab nimmt, wesentlich höher liegen.
Genaugenommen hat Fritz U. vorerst gewonnen, ich wünsche Ihm allerdings viel Spaß in Radevormwald, wahrscheinlich dürfte er in Zukunft mit 3 Personen Politik machen.

Ich danke allen Genossinnen und Genossen des Kreisverbandes Oberberg, die uns in dieser (vor allen Dingen für meine Familie) schweren Zeit unterstützt haben.
Euch GenossInnen der BSK wünsche ich trotz allem, niemals in eine solche Situation zu kommen, glaubt mir, Ihr, Eure Partner und vor allem Eure Kinder ticken an der Belastungsgrenze.

Mit solidarischen Grüßen,
Sascha Scharf



DIE LINKE. und häusliche Gewalt: Der Täter kann bleiben - 14-02-11 21:56




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