Jusos an der Saar: „Auslagerung stinkt zum Himmel“.

27.09.19
SaarlandSaarland, News 

 

Von Jusos Saar

Am gestrigen Donnerstag wurde der Belegschaft des Friedrichshafener Unternehmens ZF, dem größten Industrie-Arbeitgeber im Saarland, mitgeteilt, dass bis 2026 bis zu 2.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet, dass ab 2023 jeder vierte ZF-Mitarbeiter im Saarland seinen Arbeitsplatz verliert. Grund sei die Auslagerung der Getriebe-Fertigung in Werke nach Ungarn, China und der USA.

„Vom ursprünglichen Stiftungsgedanken der ZF ist leider nur noch wenig zu spüren. Der Konzern trägt Verantwortung für das Bundesland und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Saarbrücken. Die Auslagerung der Produktion in Länder, in denen Arbeitsbedingungen schlechter und Löhne niedriger sind, zielt rein auf die Profitmaximierung des Konzerns ab.“, so die Landesvorsitzende der Jusos, Kira Braun.

Braun: „Nur durch die Innovation und Arbeitskraft der saarländischen Beschäftigten konnte die Qualität der Produkte an den anderen Standorten der ZF sichergestellt werden. Dass die Produktion jetzt dorthin ausgelagert werden soll, ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten und stinkt zum Himmel. Hier wird deutlich, dass im Kapitalismus der Markt und nicht der Mensch im Mittelpunkt steht.“







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