Grüne Jugend: Saarbrücken soll Verkehrspolitik am Wiener Modell orientieren!

09.07.18
SaarlandSaarland, News 

 

Von Grüne Jugend Saar

Die Landessprecherin der Grünen Jugend Saar Jeanne Dillschneider fordert die Landeshauptstadt Saarbücken auf, sich in der Verkehrspolitik am Wiener Modell zu orientieren. „Das Wiener Modell ist ein voller Erfolg. In Wien zahlt man für die Nutzung des ÖPNV 365 Euro im Jahr, also 1 € am Tag. Die Zahlen sprechen für sich: Mittlerweile wird das 2012 eingeführte Ticket von 780.000 Menschen genutzt. Die Nutzerzahl hat sich seit Einführung verdoppelt. Damit nutzen in Wien jetzt mehr Menschen den ÖPNV, als ein Auto haben.“

Die Bürgermeister der fünf Modellstädte Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen wollen jetzt mit dem Bundesumweltministerium über den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zur Verbesserung der Luft in den Städten beraten. 
„Saarbrücken sollte dem Vorbild folgen und seine Verkehrspolitik am Wiener Modell orientieren“, so Jeanne Dillschneider weiter. „Die Verkehrsbelastung zur Rushhour ist unerträglich hoch, auch die Luft- und Lärmbelastungen für Mensch und Gesundheit sind enorm. Das Wiener Modell würde aber auch für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen: Gerade die hohen Ticketpreise hindern die Menschen im Saarland häufig daran, auf den ÖPNV umzusteigen. Menschen mit geringem Einkommen sind dennoch häufig auf den schlecht funktionierenden ÖPNV angewiesen und brauchen dafür einen Großteil ihres monatlich verfügbaren Einkommens auf. Wien macht es vor: Der ÖPNV wird stärker genutzt als das Auto. Die Konsequenz daraus ist, dass auch mehr auf bessere An- und Verbindungen geachtet wird. Das Problem der teuren Ticketpreise aufgrund der überflüssigen Wabenstruktur wäre damit auch gelöst. Das Wiener Modell wäre für Saarbrücken in jeder Hinsicht ein Gewinn.“







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