Es ist unanständig in der Öffentlichkeit verbal zu onanieren


Bild. Saarfürst Müllers Traumwelt, Montage: Aktion 3. Welt Saar

16.01.08
SaarlandSaarland, News 

 

Saarfürst Müller (CDU) kämpft mit allen Mitteln um seinen Job als Chefillusionist an der Saar

Glosse von Claude Michael Jung

Im engsten Freundeskreis hat der saarländische Thekenphilosoph Max Flabbes heute an seiner Theke, in der Saarbrücker Kneipe „Zum blauen Papagei" die Regierungserklärung des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) näher unter die Lupe genommen. In seiner Büttenrede vor dem Saarparlament hatte der Saarpeter vollmundig goutiert, der Strukturwandel laufe im Saarland "auf Hochtouren". Das Land nehme an der positiven Entwicklung" in vollem Umfang" teil. Müller träumte unter dem Beifall seiner CDU-Hofschranzen gar von Vollbeschäftigung, die er langfristig weiter für erreichbar hält.

Dem hielt Max Flabbes, der größte zeitgenössische Thekenphilosoph, den das Saarland jemals hervorgebracht hat entgegen, der Saarpeter müsse sich schämen, es sei unanständig in der Öffentlichkeit derart verbal zu onanieren. Müller müsse die Sünde unverzüglich beichten und Abbitte leisten. Max Flabbes hielt dem Saarfürst vor, was die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt anbelange, habe Müller soviel Ahnung wie ein Ochse vom Schlittschuhlaufen. Erneut schmetterte Max Flabbes dem Saar Ministerpräsidenten entgegen, schon einmal, vor seinem Amtsantritt gelogen zu haben, als er verkündete im Saarland 60 000 neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. „Der schwarze Peter lügt, ohne rot zu werden" so Max Flabbes.

Auch der Wirtschaftswissenschaftler Professor Elmar Fiesling nannte den CDU Landeschef einen „Dummschwätzer" der, genau wie Hessens brutalst möglicher Koch nach jedem Strohhalm greife um seine Job als Chefillusionist an der Saar auch über das Jahr 2009 zu behalten. „Wer wie der politische Rohrkrepierer Müller im Angesicht von Massenentlassungen von Vollbeschäftigung quatscht, hat dringend einen guten Arzt nötig", so Professor Elmar Fiesling.

Kritik an Müllers Büttenrede kommt auch vom fraktionslosen Landtagsabgeordneten Karl Wilhelm Holzkopp. Der Abgeordnete warnte unter anderem den Regierungschef weitere Lügen dieses Kalibers im hohen Haus der Saarländer vom Stapel zu lassen. „Der Dachstuhl des Landtages ist erst kürzlich vollständig erneuert worden und sie Herr Ministerpräsident lügen schon wieder, dass sich die Balken biegen", so der sichtlich entrüstete Abgeordnete.

Au, den 16. Januar 2007


VON: CLAUDE MICHAEL JUNG

cmj@scharf-links.de




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