Veranstaltungsreihe: Frauen und Islam

20.09.13
SaarlandSaarland, Feminismus, News 

 

von Aktion 3.Welt Saar

Proteste in Tunesien & der Türkei – 1.-17.Oktober in Saarbrücken und Wadern:

Tunesische Regisseurin Nadia El Fani präsentiert ihrem Film „Même pas mal“

Publizistin Arzu Toker referiert über die Proteste in der Türkei

Nach längeren Bemühungen ist es der Aktion 3.Welt Saar gelungen, die tunesische Filmemacherin Nadia El Fani mit ihrem preisgekrönten Film „Même pas mal“ für eine Vorführung in Saarbrücken zu verpflichten. Der Film handelt vom islamistischen Terror in Tunesien und plädiert für eine säkulare Gesellschaft. Die zweite Referentin der Reihe „Frauen und Islam“, Arzu Toker, ist Schriftstellerin, stammt aus der Türkei, hat den Zentralrat der Exmuslime mit gegründet und zuletzt die Proteste in Istanbul hautnah miterlebt und auf ihrer Facebook-Seite protokolliert. Beide Referentinnen verstehen sich als Feministinnen und sind für die Trennung von Staat und Religion. Die Reihe „Frauen und Islam - Proteste in Tunesien & der Türkei“ wurde vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar entwickelt und findet vom 1. - 17. Oktober in Saarbrücken und Wadern statt:

 Dienstag, 1. Oktober, 20 Uhr, Même pas mal, (Tunesien 2012, 67min. OmU), Saarbrücken, Filmhaus, Mainzer Str. 8. Im Anschluss an den Film: Diskussion mit der Regisseurin Nadia El Fani; Einführung: Gertrud Selzer, Aktion 3.Welt Saar

 Dienstag, 8. Oktober, 20 Uhr, Aufstand für Menschenrechte in der Türkei & gegen islamistischen Tugendterror, Saarbrücken, Filmhaus, Mainzer Str. 8, Vortrag und Diskussion mit Arzu Toker, Publizistin, Köln, Moderation: Gertrud Selzer, Aktion 3.Welt Saar, Eintritt: 4€, für Mitglieder der Veranstalterin frei

 Donnerstag 17. Oktober, 20:00 Uhr, Même pas mal, Film von Nadia El Fani, (Tunesien, 2012, 67 min OmU), Wadern, Kino „Lichtspiele Wadern“, Oberstr. 10, Moderation: Barbara Hilgers, Aktion 3.Welt Saar

Welche Rolle spielen Frauen in den Freiheitsbewegungen der arabischen Welt, die Ende 2010 in Tunesien begannen? Der „arabische Frühling“ hat nicht überall zu mehr Freiheit geführt. Die islamistischen Regierungen in Tunesien und zeitweilig in Ägypten, die ihre Gesellschaften dem Diktat der Scharia unterwarfen, provozier(t)en Widerstand. Auch in nichtarabischen Staaten wie der Türkei und bereits 2009 im Iran entwickeln sich Proteste gegen islamistische Zumutungen. Dazu haben wir Nadia El Fani und Arzu Toker eingeladen.

Nadia El Fani ist eine tunesische Filmemacherin und lebt in Paris. In ihrem Film „Même pas mal“ (Tut nicht mal weh) zeigt sie die hasserfüllten Reaktionen islamistischer Fanatiker auf ihren vorangegangenen Film „Laïcité, Inch’ Allah", der ein Plädoyer für eine säkulare Verfassung und Gesellschaft nach dem Umsturz in Tunesien ist: Sie stürmten ein Kino in Tunis und drohten ihr

telefonisch und über Facebook mit dem Tode. Selbst ihre Krebserkrankung nutzten die Islamisten für ihre Hetze, um sie mit abscheulich verzerrten Bildern im Internet zu denunzieren. Auf dem größten afrikanischen Filmfestival, FESPACO in Burkina Faso, hat sie im Februar 2013 den ersten Preis für den besten Dokumentarfilm erhalten. Ein mutiges Dokument wider Einschüchterung und Hetze.

Arzu Toker ist Publizistin und Schriftstellerin, stammt aus der Türkei und lebt in Köln. Sie war Mitglied des Rundfunkrates des WDR und hat den Zentralrat der Ex-Muslime mit gegründet. Während der Proteste gegen Erdogans islamistische AKP-Regierung war sie zeitweilig in der Türkei, hat die gewaltsamen Angriffe der Polizei gegen die Demokratiebewegung hautnah miterlebt und auf ihrer Facebookseite protokolliert. In ihrem Vortrag analysiert sie die Reislamisierung der Türkei aber auch, wie sich viele der Einschränkung demokratischer Rechte aktiv in den Weg stellen.

Veranstalterin:
Aktion 3.Welt Saar
Weiskirchener Str. 24
66679 Losheim am See
06872 / 9930-56
www.a3wsaar.de,
www.facebook.com/KompetenzzentrumIslamismus

Programm und Flyer:
http://goo.gl/1MZcYt
http://goo.gl/rieV4c

Die Veranstaltungen finden statt in Kooperation mit Filmhaus Saarbrücken, Kino „Lichtspiele Wadern“, Ministerium für Bildung und Kultur, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und mit Unterstützung der FilmInitiativ Köln. Der Film am 1.10. wird von der Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt Saarbrücken unterstützt.

 


VON: AKTION 3.WELT SAAR






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