Grüne Jugend Saar: Straßenstrich wirksam bekämpfen - Frauen schützen

19.09.13
SaarlandSaarland, News 

 

Von Grüne Jugend Saar

Die Grüne Jugend Saar warnt die Stadt Saarbrücken davor, die Prostituierten noch weiter ins gesellschaftliche Abseits zu drängen. Die Einführung einer Steuer würde die Situation der Prostituierten weiter verschärfen. Die jungen Grünen fordern ein Gesamtkonzept von Stadt und Land. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

"Die Prostitutionsproblematik in Saarbrücken kann nicht durch eine weitere Kriminalisierung der beteiligten Frauen gelöst werden. Eine "Erotiksteuer" führt nur dazu, dass die Frauen gezwungen sind,  die Zahl der Kunden und riskanten Sexpraktiken zu erhöhen, um ihr Einkommen zu sichern. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Prostituierten ihre Dienste in gefährlichen Bereichen anbieten, weit ab von der Kontrolle durch Polizei und Ordnungsämtern, nur um der Steuer zu entgehen. So wird den Belangen dieser Frauen nicht geholfen, die ohnehin schon oftmals Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt sind. Für uns ist dies daher keine Lösung. Eine "Erotiksteuer" führt nur zu einer weitere Verschärfung der sozialen Situation der Prostituierten. Sinnvoller ist eine Sperrgebietsreform, die die Beeinträchtigung der Bevölkerung minimiert, aber auch den Schutz der Frauen gewährleistet. Der bisherigen Straßenstriche sollen in neue Gebiete verlagert werden. Die Frauen müssen in ihrem neuen Bereich auch Zugang zu Gewerberäumen, sowie Beratungs- und Hilfsangeboten bekommen. Durch Kontrolle der Polizei kann die Gefahr für die Frauen dort minimiert werden. Im Projekt „le trottoir“, getragen vom Drogenhilfezentrum in der Brauerstraße, betreuen Sozialarbeiterinnen drogenabhängige Prostituierte bereits in Containern an der Dudweiler Straße. Diese Beratungsangebote sind vorbildlich und sollten weiter ausgebaut werden. Zudem müssen verstärkt Zuhälterstrukturen, sowie Menschenhandel und Zwangsprostitution bekämpft werden. Hierbei sind sowohl Land als auch Stadt in der Handlungspflicht, um durch ein Gesamtkonzept die Problematik gemeinsam anzugehen."







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