Jusos Saar: Einführung der Vermögenssteuer ist überfällig!

10.09.13
SaarlandSaarland, News 

 

Von Jusos Saar

Ungleichheit in Deutschland höher als 1990 – Vermögenssteuer notwendiger denn je

Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung ist die wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland zwischen den Jahren 1990 und 2010 um weitere 13 Prozent gestiegen. Nach Angaben des IMK sind dafür vor allem der Anstieg an atypischen Beschäftigungsverhältnissen auf der einen und steigende Kapitaleinkommen auf der anderen Seite verantwortlich.

 

Hierzu erklärt der Juso-Landesvorsitzende Philipp Weis: „Die wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland hat sich, trotz einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, weiter verschärft. Vor allem die Kapitaleinkommen kommen Menschen mit höheren Erwerbseinkommen zugute. Die Einführung einer Vermögenssteuer ist deshalb mehr als überfällig. Mit dieser kann der steigenden Ungleichheit in Deutschland sinnvoll entgegen getreten werden. Die Jusos unterstützen die Forderung der SPD, bei einer Regierungsübernahme eine Vermögenssteuer einzuführen.“

 

Nicht nur die steigenden Kapitaleinkünfte, sondern auch die steigende Anzahl an atypischen Beschäftigungsverhältnissen und die damit zum Teil verbundenen niedrigen Löhne tragen zur steigenden Ungleichheit in Deutschland maßgeblich bei.

„Die Jusos Saar fordern bereits seit längerem die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Nur mit einem Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro kann sichergestellt werden, dass Menschen von ihrer Arbeit auch leben können. Um dem allgemeinen Trend von steigenden atypischen Beschäftigungsverhältnissen entgegen zu treten, fordern wir als Jusos Saar außerdem die Abschaffung der Leiharbeit und eine Stärkung des Normalarbeitsverhältnisses sowie die Umsetzung des Grundsatzes Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit“, so Weis abschließend.







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