Grüne Jugend: Jugendliche brauchen Alternative zum E-Werk

02.10.08
SaarlandSaarland, News 

 

Das Saarbrücker E-Werk auf den Saarterrassen soll aufwendig in ein Konzerthaus für sinfonische Orchester und Kammermusik umgebaut werden. Am Standort sollen sowohl das Saarländische Staatsorchester, als auch die Deutsche Radio Philharmonie (DRP) untergebracht werden. Kosten des Projekts belaufen sich auf bis zu 45 Millionen Euro, was jeweils zur Hälfte von einem Föderverein und aus öffentlichen Geldern finanziert werden soll. Die Grüne Jugend im Saarland kritisiert diesen Schritt und
mahnt an, dass das E-Werk durch das geplante Vorhaben als bisheriger Veranstaltungsort für Konzerte der Rock- und Popmusik unbrauchbar würde. Sie fordert die Landesregierung und die Stadt Saarbrücken auf, einen ausreichende Alternativstandort für Konzerte zu schaffen, die abseits des Mainstreams liegen.

"Das E-Werk hat sich über die Jahre hinweg als Veranstaltungsort für Konzerte etabliert und ist als Diskothek fester Bestandteil der Jugendkultur geworden. Im Normalfall fand dort jede Band Platz, für die die Garage als Veranstaltungsort zu klein und die Saarlandhalle zu groß war. Es kann nicht sein, dass hier wieder bei der Jugend gekürzt wird, ohne sich überhaupt Gedanken über die Konsequenzen zu machen." meint Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar. "Bei aller Liebe für klassischen Musik muss man sich überlegen, wohin man künftig Rockkonzerte verlegen soll. Ein grundlegendes Ziel der Kulturpolitik muss es sein, ein breites Spektrum verschiedener Musikrichtungen anbieten zu können. Ohne das E-Werk als Location werden nur noch mehr namhafte Bands den Weg ins Saarland schmähen und künftig in die Pfalz oder nach Luxemburg ausweichen. Daher muss ein Ausweichplan geschaffen werden, in dem klar geregelt ist, wo in Zukunft solche Konzerte stattfinden können, falls die Pläne der Saarphilharmonie in die Tat umgesetzt werden. Nur so kann man sicherstellen, dass man auch in Zukunft namhafte Bands nach Saarbrücken locken kann und dass das Saarland nicht weiter als Veranstaltungsort an Bedeutung verliert."







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz