Saartire: Der „Goldene Puhvogel" zieht erneut Tausende in die Saarbrücker Saarlandhalle

12.03.08
SaarlandSaarland, News 

 

Saarländischer Schlampenpreis wird wieder pünktlich zum Frühjahrsputz verliehen

Von Claude Michael Jung

„Ich bin schwul und das ist auch gut so", gestand der derzeitig größte Berliner Partyhengst Klaus Wowi Wowereit irgendwann mal. „Ich bin schlampig und das ist prima, gut und wundervoll so", gestehen 65 Prozent aller Saarländerinnen und Saarländer freimütig. Weitere 30 Prozent haben lieber zu dem heiklen Thema keine Meinung und nur fünf Prozent der Bürger des Landes gestehen kleinlaut: „Ich bin ein Putzteufel". Schonungslos hat diese dramatischen Erkenntnisse jetzt „Der Schmutzfink", ein international angesehenes Fachmagazin für engagierte Schlampen im Auftrag der saarländischen Sommerlochakademie offen gelegt.

Voller Spannung erwartet das Saarland den kommenden Ostersonntag, denn dann wird wieder einmal der „Goldene Puhvogel", die höchste Auszeichnung für eine engagierte männliche oder weibliche Schlampe in der Saarbrücker Saarlandhalle verliehen. Der Leiter der Expertenkommission zur Findung der landesweit größten Schlampe, Hans Herrmann Schnockenloch, ließ bei schwerer Schlagseite am gestrigen Abend voll durchblicken dass, wie im vergangenen Jahr auch diesmal wieder die verarmte Gräfin Vulgaris Ypsilante von der Leyen-Gollenstein die besten Aussichten auf einen der vorderen Plätze im höchst angesehenen Schmutzranking hat. „Dort haben wir uns alle sauwohl gefühlte", betonte Hans Herrmann Schnockenloch mit schwerer Zunge und gab zu Protokoll. „Fettflecke auf Rechnungen und Mahnungen, Zigarettenkippen in den Blumentöpfen, prachtvoller Schimmel auf einem Marmeladeglas im Kühlschrank und um es nicht zu vergessen, die gräfliche Unterwäsche, samt Gilb, zum trocknen auf dem Kristallleuchter im Wohnzimmer, das alles hat die zu vergebenen Punkte kräftig in die Höhe schnellen lassen".

Große Hoffnung auf den goldenen Puhvogel 2008 darf sich der diplomierte Getränkepfleger Horst-Hicks, Freiherr von Schluckauf machen. Hier mussten die Findungsexperten zuerst über eine Barrikade von mehr als fünf Dutzend leerer Bierkästen klettern um die Feststellung zu erlangen, das der Freiherr von Schluckauf resistent gegen jede Art von Kloputz ist. Eine gewaltige Panzerschicht eingebrannter Delikatessen auf der Herdplatte, schirmt im Hause des Freiherrn jeden Kochtopf gegen die verzweifelt abgestrahlte Hitze der Kochplatten ab und garantiert die völlige Isolierung des Herdes von seinen eigentlichen Aufgaben.

Die Hausarbeit ist bei den Wenigsten beliebt, von den Saarländern dagegen wird sie gehasst. Das hat das Dreck und Speckmagazin „Der Schmutzfink", in seiner hochnotpeinlichen Studie, zu der insgesamt mehr als zweitausend saarländische Haushalte bereitwillig Auskunft gaben, jetzt offen gelegt. Zu den beliebtesten Tätigkeiten in saarländischen Haushalten gehört noch das Einschalten des Mikrowellenherdes und des Geschirrspülers. Hier liegen die Schlampen im Landkreis Saarlouis etwa gleich mit den Saarbrücker Hauptstadtschlampen. Waschen und Bügeln dagegen sind die, am meisten gehasste Tätigkeit in saarländischen Haushalten, lässt „Der Schmutzfink" seine Leserinnen und Leser wissen.

Was das Waschen anbelangt, so geht der Trend im Saarland seit mehreren Jahren bereits in Richtung einer Totalverweigerung und hin zur flauschigen Einwegkuschelwäsche. Hier denken Ökologen bereits nach dem Strickmuster des Dosenpfandes von ex Minister Jürgen Trittin, über die Einführung eines Einwegwäschepfandes für Unter und Bettwäsche nach. DIE LINKE im Saarland will Einwegwäsche künftig nur auf Bezugsschein und streng limitiert abgeben, berichtet „Der Dreckfink" in seiner aktuellen Ausgabe.

In einer, mit großer Spannung erwarteten Zeremonie mit Musikdarbietungen aus der Schlampenszene, können die Saarländer am kommenden Ostersonntag die neuen Preisträgerinnen und Preisträger des „Goldenen Puhvogel" in der Saarbrücker Saarlandhalle begrüßen und bewundern. Nominiert für den Puhvogel in Gold, Silber und Bronze sind zahlreiche Prominente und weniger Prominente mit saarländischem Pass. Der Leiter der Expertenkommission zur Findung der landesweit größten Schlampe, Hans Herrmann Schnockenloch, der die Verleihung des „Goldenen Puhvogel" in stilgerechtem Aufzug moderieren wird, kündigte an: „Wir werden die Wildsau wie immer über die Bühne treiben"

Au, den 12. März 2008







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