Saarländische Landes elterninitiative für Bildung legt Positionspaier zum achtjährigen Gymnasium vor

05.03.08
SaarlandSaarland, News 

 

Nach Gesprächen mit Landesschülervertretung, Kinder- und Jugendärzten, Kinderpsychologen; auf der Grundlage von Erkenntnissen und Erfahrungen vieler Eltern

Saarbrücken (sk) - Viele Eltern im Saarland sorgen sich wegen einer unzureichenden Schulbildung sowie schlechteren Zukunftschancen ihrer Kinder. Virulent ist diese Sorge bei Eltern, deren Kinder das achtjährige Gymnasium (G 8) besuchen. Denn die Verkürzung der Schulzeit hat unbestreitbar die Atmosphäre des Bewährungsdrucks an Schulen hochgeschraubt und zu hoher Arbeitsbelastung sowie enormen Leistungsanforderungen geführt, in vielen Fällen verbunden mit gesundheitlichen Problemen bei Kindern. Kinderpsychologen sprechen über ein Ansteigen ihrer Patienten aus dem G 8.

Viele Kinder können das Gymnasium ohne Hilfe der Eltern oder von Instituten tatsächlich nicht mehr bewältigen. Von längeren Auslandsaufenthalten raten Lehrerinnen und Lehrer inzwischen ab. Es bleibt weniger Zeit für außerschulischen Sport und Musisch-Kulturelles sowie Hobbys. Besonders heftig trifft es die fast 3 000 Schülerinnen und Schüler, die als erste im G 8 in die Oberstufe eingetreten sind und dort auf den letzten Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums treffen. Sie müssen mit einem Jahr weniger Erfahrung und Unterricht im Jahr 2009 dasselbe Abitur packen und mit doppelt so vielen um die Studien- und Ausbildungsplätze konkurrieren. Eine Verletzung des Rechts auf Gleichbehandlung befürchtet die Saarländische Landeselterninitiative wegen gravierender Benachteiligungen. Zudem verschlechtere das achtjährige Gymnasium die Arbeitsbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer.

Das Positionspapier steht im Internet zum Download zur Verfügung - http://www.eltern-fuer-bildung.de/8-jaehriges-Gymnasium.18.0.html







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