Hat Saarbrücken bald eine Brücke weniger?

01.03.08
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Kein Geld für kleine Leute aber für luxuriöse Großprojekte


Saarbrücken (sk) - Die Ortsverbände der Partei die Linke Bezirk Saarbrücken Mitte, Alt-Saarbrücken/St. Arnual, Malstatt und St. Johann, fordern den Stadtrat der Landeshauptstadt auf, umgehend zu beschließen, dass die Fußgängerbrücke zwischen der Parallelstraße und der Breitestraße in Malstatt renoviert oder erneuert wird.

Die baufällig gewordene alte Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn ist eine wichtige und beliebte Wegeverbindung für die Malstatter Bürger, die zwischen dem oberen und unteren Malstatt pendeln und auf diese Verbindung angewiesen sind. Würde die Brücke nicht bleiben, müssten die Fußgänger einen Umweg von zwei Kilometern machen. Das ist nicht hinnehmbar. "Es kann nicht sein, dass die Stadt für den Umbau der Berliner Promenade und die Stadtmitte am Fluss Millionenbeträge aufbringen kann, aber gerade Fußgänger in Malstatt massiv benachteiligen will. Das ist so nicht hinnehmbar", so die Vorsitzenden des Bezirks Saarbrücken Mitte Lothar Schnitzler (Alt-Saarbrücken), Thomas Schaumburger (Malstatt) und Eric Bath (St. Johann).

Generell vertreten die drei Vorsitzenden die Auffassung, dass die Stadtpolitik immer mehr zur sozialen Ausgrenzung benachteiligter Bevölkerungsgruppen in der Stadt beiträgt. "Es fehlt dem Stadtrat grundlegend an einer Sensibilität für soziale Problemlagen in Saarbrücken. Das sieht man daran, dass für das Zentrum um die Bahnhofstraße Millionen investiert werden, für notwendige Infrastrukturmaßnahmen in den benachteiligten Stadtteilen scheinbar kein Geld da ist.".







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